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	<description>Kommt immergrün aus Friedrichshagen, die Köpenicker Illustrierte für Erlesenes</description>
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		<title>Immer noch Berliner Luft</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 06:00:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KOB</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>

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		<description><![CDATA[Hey Freunde&#8230;! Ich sagte doch letztens „1 Spiel verlieren und 3 gewinnen!“ Haben wir uns da irgendwie mißverstanden oder welche Taktik steckt dahinter? Ja, ich weiß. Alles kein Grund zur Panik, wir sind immer noch unter den ersten 10 Teams der Liga und von den versprochenen 40 Punkten sind wir nur 10 Punkte entfernt, das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-full wp-image-2966 alignleft" title="union" src="http://www.maulbeerblatt.com/wp-content/2010/03/union.jpg" alt="union" width="200" height="200" />Hey Freunde&#8230;! Ich sagte doch letztens „1 Spiel verlieren und 3 gewinnen!“ Haben wir uns da irgendwie mißverstanden oder welche Taktik steckt dahinter? Ja, ich weiß. Alles kein Grund zur Panik, wir sind immer noch unter den ersten 10 Teams der Liga und von den versprochenen 40 Punkten sind wir nur 10 Punkte entfernt, das dürfte zu schaffen sein. Aber was man hat, das hat man, der Ball ist rund, das Leder hart, das Runde muß in das Eckige und die Rudi-Rufe hat es früher nur für Uwe Seeler gegeben und doch dünkt es mich, mal wieder ein bis fünf Törchen sehen zu wollen. Soll ja vorkommen, dass bei einem Fußballspiel auch mal welche fallen, sei es auch nur aus Zufall.<span id="more-2964"></span></p>
<p>Und ehe wir uns versehen, ist die Saison zu Ende, Steffen Baumgarten hat wieder Tränen in den Augen, die Fans auch, weil Baumgarten nicht mehr bei Union spielt, aber jetzt wäre er ja auch sowieso viel zu alt. Oder liegt´s am Wetter? Das geht mir auch schon tierisch auf den, den nur eben der Weihnachts-Mann auf dem Rücken trägt. Aber ich bin ja auch nur ein unterbezahlter Waldarbeiter und kein Fußball-Profi, der für Bares spielen darf. Enniwej.</p>
<p>Rund ist der Ball, wir werden sehen, was die Zu- kunft bringt, denn eines sollte Jedem klar sein: Wenn man keine Tore macht, ist’s ganz schwer, ein Spiel zu gewinnen (Reinhold Fanz). Und dann ist Union womöglich ganz schnell nicht mehr da, wo Hertha eigentlich schon ist. Auf Wunder haben wir uns doch noch nie verlassen, also ran an den Speck und weiter gepunkt. Tus Koblenz, Schluß mit Tus, sag ich nur, Hansa-Kekse krümeln, alles keine unlösbaren Aufgaben. Ärmel hoch und Hosen runter, meine Herren, an uns Fans soll es nicht liegen. Wir waren ja schon immer hier, jedenfalls die meisten, naja, wenigstens die Hälfte, ok, ok, aber bestimmt ein Drittel. Auf jeden Fall weiß ich noch, wie die richtig alte Försterei aussah, bevor es die Kassenhäuschen gab, damals, als die Straße an der Wuhlheide noch einspurig war und &#8230;ach, ich rede schon wieder zu viel. Aber, der Ball ist rund, so viel versteh auch ich vom Fußball. Im Großen und Ganzen war es ein Spiel, das, wenn es anders läuft, auch anders hätte ausgehen können, (Eike Immel), so viel verstehen andere vom Fußball. Im einzelnen sollte man aber Nachsicht mit den Herren Profikickern üben, meint mein Freund, der Q-Bar-Wirt Uwe Quiring, „&#8230;schließlich waren die Jungens ja immer auff´m Platz als wir in der Schule lesen und schreiben lernten“ und wer von uns kann schon so lesen und schreiben, wie Mattuschka Fußball spielt?</p>
<p>Ok. Zum Abschied fällt mir da noch einer ein: Ich sage nur ein Wort: Vielen Dank! (Andreas Brehme)</p>
<p>Bis dahin K.O.B</p>
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		<title>Großbrand im Eurotower</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 11:26:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anja von Friedrichshagen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>

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		<description><![CDATA[
Das ehemalige „Kulturhaus Erich Weinert“ an der Wuhlheide in Berlin-Köpenick ist in der Nacht zum Sonntag vollständig ausgebrannt.
Um kurz nach 1 Uhr erreichte die Meldung über starke Rauchentwicklung sowie Flammenbildung in dem leerstehenden Gebäude an der Wuhlheide die Feuerwehr. Als die Feuerwehrmänner kurze Zeit später am Brandort eintrafen, standen bereits der große Saal sowie mehrere [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-2995" title="Streichhoelzer" src="http://www.maulbeerblatt.com/wp-content/2010/03/Streichhoelzer.jpg" alt="Streichhoelzer" width="460" height="200" /></p>
<p>Das ehemalige „Kulturhaus Erich Weinert“ an der Wuhlheide in Berlin-Köpenick ist in der Nacht zum Sonntag vollständig ausgebrannt.</p>
<p>Um kurz nach 1 Uhr erreichte die Meldung über starke Rauchentwicklung sowie Flammenbildung in dem leerstehenden Gebäude an der Wuhlheide die Feuerwehr. Als die Feuerwehrmänner kurze Zeit später am Brandort eintrafen, standen bereits der große Saal sowie mehrere Geschosse in Flammen. Wenig später stürzte auch der gesamte Dachstuhl ein. Ein Feuerwehrmann wurde leicht verletzt ins Krankenhaus Köpenick gebracht. Der Großeinsatz, an dem über 40 Feuerwehrmänner beteiligt waren, dauerte mehrere Stunden.  Die Polizei geht von Brandstiftung aus; Ermittlungen wurden eingeleitet.</p>
<p>1952 eingeweiht, fanden im „Kulturhaus Erich Weinert“ zu DDR-Zeiten Tanzveranstaltungen und kulturelle Ereignisse statt. Von 1990 bis 2001 wurde das Gebäude bekannt als Diskothek „Eurotower“, deren Namen es bis heute trug. In den vergangenen Jahren fanden dort Thai- und Kickboxwettmeisterschaften statt bis es zuletzt leer stand und saniert werden sollte.</p>
<p>Bilder vom Brand finden Sie<a href="http://www.flickr.com/photos/berliner-feuerwehr/show/with/4413106350/"> hier</a>.</p>
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		<title>Von der Norm zum Buch</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 10:25:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcel Piethe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensräume]]></category>

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		<description><![CDATA[
Deutschlands große neue Bibliothek in Friedrichshagen
Es scheint überflüssig zu erklären, dass Friedrichshagen im Allgemeinen und mancher Friedrichshagener im Speziellen eine ganz eigene Verbindung zu Büchern und damit zur großen weiten Welt hat – und das nicht nur, weil es hier vor mehr als hundert Jahren einen illustren Dichterkreis gab und man in neuerer Zeit nun [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-2934" title="bibliothek2" src="http://www.maulbeerblatt.com/wp-content/2010/03/bibliothek2.jpg" alt="bibliothek2" width="460" height="184" /></p>
<p><em><strong>Deutschlands große neue Bibliothek in Friedrichshagen</strong></em></p>
<p>Es scheint überflüssig zu erklären, dass Friedrichshagen im Allgemeinen und mancher Friedrichshagener im Speziellen eine ganz eigene Verbindung zu Büchern und damit zur großen weiten Welt hat – und das nicht nur, weil es hier vor mehr als hundert Jahren einen illustren Dichterkreis gab und man in neuerer Zeit nun noch Dichter.dran an all der großen Literatur ist. Allein: Diese Tatsachen scheinen es nicht zu sein, was die Stiftung Preußischer Kulturbesitz vor geraumer Zeit bewogen hat, den Entschluss zu fassen, für ihre aus allen alten Nähten platzenden Archiv- und Lagerräume Erweiterung zu schaffen.</p>
<p>Auf einem Arial des ehemaligen Amtes für Standardisierung, Messwesen und Warenprüfung der DDR, kurz ASMW, wo bis 1990 Teile des Bereichs Messwesen ihr Zuhause hatten, entsteht in den kommenden Jahren eine „Speicherstadt“, die künftig einer der größten Bibliotheksstandorte Deutschlands werden soll.<span id="more-2878"></span></p>
<p>Wo am heutigen Grundstück Fürstenwalder Damm 388 vormals die TGL (Technische Normen, Gütevorschriften und Lieferbedingungen) der DDR zum Maß aller Dinge in Konkurrenz zu den (west-) deutschen DIN-Vorschriften erhoben und kontrolliert wurde, soll ab dem Jahr 2011 ein Haus für sechs Millionen Bücher aus den Beständen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz entstehen, zu deren Einrichtungen unter anderem die Staatsbibliothek Berlin, das Geheime Staatsarchiv und die Staatlichen Museen zu Berlin gehören. Sechs Millionen Bücher, das sind aufgereiht zirka 36 Regalkilometer, vollgestellt mit mehr oder minder Lesenswertem auf Papier.</p>
<p>Am 28. Januar diesen Jahres war Richtfest für das neue zentrale Magazingebäude der Staatsbibliothek, auf dessen 22.000 Quadratmetern Nutzfläche künftig unter anderem Abermillionen Bücher, unzählige Mikrofilme, Fotos und Kunstwerke eingelagert werden. Öffentlich zugängliche Besuchereinrichtungen wird es nicht geben, dafür wird der Bau jedoch ein begrüntes Dach erhalten sowie eine LKW-Rampe, wo mehrmals täglich ein Laster landet und startet, um zwischen den Bibliotheken der Innenstadt und dem Magazin in Friedrichshagen die bestellten Bände der Nutzer bei einer kalkulierten Fahrzeit von einer Stunde über die rund 25 Kilometer lange Strecke zu transportieren.</p>
<p>Nach heutigen Planungen sollen am neuen Standort in Friedrichshagen 25 Bibliothekare ihre Arbeit aufnehmen und das neue Büchermagazin, in dem auch die DDR-Bestände des Hauses der Staatsbibliothek Unter den Linden, also Ankäufe von 1946 bis 1989, lagern werden, verwalten, sowie einen Teil der weniger nachgefragten Sammlungen des Hauses in der Potsdamer Straße als auch die Zeitungsbände betreuen, die bisher im Westhafen untergebracht sind. Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, erklärte in seiner Funktion als oberster Bauherr des Vorhabens den Neubau zu einer dringend notwendigen Ergänzung für die Staatsbibliothek, das Ibero-Amerikanische Institut sowie die Bildagentur für Kunst, Kultur und Geschichte. Bereits mit dem Bau des ersten Hauses könnten die Bestände „in einer ihrer Bedeutung angemessenen Qualität für künftige Generationen bewahrt werden“, womit Friedrichshagen einen unermesslichen Zuwachs seiner ehedem unbestrittenen kulturellen Bedeutung erhalten dürfte.</p>
<p>Im nächsten Bauabschnitt entstehen bis 2014 weitere Gebäude für die Staatlichen Museen, zentrale Depots und Werkstätten für die archäologischen Sammlungen und das Ethnologische Museum.</p>
<p>Die Baukosten für den ersten Bauabschnitt betragen laut Aussagen der Stiftung rund 84,7 Millionen Euro. Diese Gelder werden hauptsächlich vom Bund aufgebracht.</p>
<p>Wegen der hier entstehenden Zweckbauten, die keinen repräsentativen Charakter haben sollen, wie man bei der Stiftung betont, wird sich in den nächsten Jahren eventuell auch der eine oder andere Architektur-Tourist einfinden. Auf alle Fälle kann Friedrichshagen wieder einmal auf überregionale Aufmerksamkeit hoffen. Und diese Aufmerksamkeit wird – so hoffen wir – eine ausschließlich positive sein.</p>
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		<title>Scheißzeichnung</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Mar 2010 06:27:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franz Zauleck</dc:creator>
				<category><![CDATA[Galerie]]></category>

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		<description><![CDATA[
Über Frank Leuchte
Denke ich an Frank Leuchte, fällt mir folgende Geschichte ein: Mitte der Achtzigerjahre treffe ich ihn, den verehrten und bewunderten Kollegen, auf der Schönhauser Allee. Leuchte sagt streng: „Ich habe eine Scheißzeichnung von dir gesehen.“ „Scheißzeichnung?“, frage ich erschrocken. „Ja“, sagt er lachend, „Scheiße, dass ich sie nicht gemacht habe.“ Anerkennung wird doppelt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-2920" title="01.Arche2" src="http://www.maulbeerblatt.com/wp-content/2010/03/01.Arche2.jpg" alt="01.Arche2" width="460" height="240" /></p>
<p><em><strong>Über Frank Leuchte</strong></em></p>
<p>Denke ich an Frank Leuchte, fällt mir folgende Geschichte ein: Mitte der Achtzigerjahre treffe ich ihn, den verehrten und bewunderten Kollegen, auf der Schönhauser Allee. Leuchte sagt streng: „<em>Ich habe eine Scheißzeichnung von dir gesehen.</em>“ „<em>Scheißzeichnung?</em>“, frage ich erschrocken. „<em>Ja</em>“, sagt er lachend, „<em>Scheiße, dass ich sie nicht gemacht habe.</em>“ Anerkennung wird doppelt süß, wenn sich der berufene Kritiker zum eigenen Neid bekennt. Ich erinnere mich, dass ich versuchte auf gleichem Niveau zurückzuloben. Es ist mir damals nicht gelungen. Diese Episode ist typisch für den Satiriker Frank Leuchte, der alles andere war als ein Spaßmacher. Frank Leuchte war ein zeichnender Philosoph, der 1942 in Graupa zur Welt kam. Er absolvierte ein technisches Studium in Dresden und arbeitete sich mit sächsischer Energie sukzessive an den erträumten Künstlerberuf heran. Manche Namen verführen zu billigen Wortspielen. In Leuchtes Fall ist die Analogie zutreffend. Er war nicht nur ein großartiger Zeichner, der zielsicher zu einer gültigen Form fand. Er war auch ein Philosoph, bei dem Heiterkeit und Melancholie so ideal verflochten waren, wie nur bei den Großen seines Fachs. Auf die Zeit der Wiedervereinigung war er – so schien es – gut vorbereitet. Die feinsinnig-hintergründigen Kommentare zu diesem gigantischen Unternehmen sprudelten mit großer Leichtigkeit aus ihm heraus. Das schönste Blatt zum Mauerfall – kennt es jemand? – zeigt zwei trojanische Pferde beiderseits der Mauer. Das hat nur er gekonnt. 1992, Frank Leuchte war gerade 50 Jahre alt geworden, ist er gestorben. Dass ihm so wenig Zeit blieb, hatte niemand geahnt.</p>

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		<title>Sparmaßnahme</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 07:03:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lypse</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kais kleine Köpenick-Kolumne]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt einige Dinge, auf die man getrost verzichten kann.
Oder muss! Vielleicht auch sollte… Zum Beispiel diese Kolumne.
Zumindest dachte ich das.
Aber dann, in einem hellen Moment, wurde mir bewusst, dass es gerade in diesen harten Zeiten wichtig wäre, Konstanten im Leben zu finden, wie eben meine Kolumne, Sinn und Inhalt quasi, die kleine Erfüllung täglich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt einige Dinge, auf die man getrost verzichten kann.<br />
Oder muss! Vielleicht auch sollte… Zum Beispiel diese Kolumne.<br />
Zumindest dachte ich das.</p>
<p>Aber dann, in einem hellen Moment, wurde mir bewusst, dass es gerade in diesen harten Zeiten wichtig wäre, Konstanten im Leben zu finden, wie eben meine Kolumne, Sinn und Inhalt quasi, die kleine Erfüllung täglich verdrängter Bedürfnisse … Vielleicht so etwas wie den entscheidenden Denk-Anstoß in die richtige, die alles zum Guten wendende Idee, der eine von Tatendrang durchwirkte Handlung folgt – pammpamm, alles fein! – bescheiden betrachtet, sozusagen.<span id="more-2891"></span></p>
<p>Das alles könnte diese Kolumne doch für euch sein. Oder zumindest für die schönen und wohlhabenden Frauen unter euch, die eine Muse zur bodenlosen Freizeit- und Hobby-Finanzierung suchen. Auf die dicke, hasenschartige Verkäuferin mit dem Geld-zurück-Gesicht bei Kaisers kann ich gerne verzichten. So eine Netzhaut-Peitsche, sag ich euch, die sieht aus wie Hagelschaden in der Fresse, nur durch den Wolf gedreht und seitenverkehrt – aber das nur nebenbei. Auch dieser teigige AOK-Futzie, der mir neulich – aber lassen wir das, ich denke, es kam rüber.</p>
<p>Was ich sagen wollte: Es könnten doch die paar wesentlichen Zeilen Lebensmut sein, die euch helfen, zu wissen, nein, zu verstehen, warum das alles, dieser harte Daseins-Kampf, die beschissenen Nachbarn oder die nässende Pustel im Schritt. Diese ganzen nervigen Konferenzen, U-Bahn-Fahrten oder etwaige ABGABETERMINE!</p>
<p>Also mir ist bewusst geworden, dass ich ohne diese Kolumne auf jeden Fall schlechter dran wäre. Und da ich mich als guten Durchschnitt bezeichnen würde, geht es euch vermutlich ebenso, nur eben ein bisschen schlimmer, weil ich doch ganz schön hart im Nehmen bin.</p>
<p>Spürt ihr schon was? – Man fühlt sich leichter, oder? So inspiriert … Da passiert doch beim Lesen was mit einem, oder? Man will das kleine verstaubte Säckchen mit dem Wagemut packen, das Ränzel voller Kraft-Würstel schnüren, die nie benutzten Sieger- Schuhe für den Auf- und Durchmarsch zum Gipfel unterm Ofen hervorholen, oder? ODER? Jahaaaaaaaaa, nicht wahr?</p>
<p>Und nur, weil es heute vielleicht ausnahmsweise mal bei einem von euch nicht funktioniert hat, höre ich noch lange nicht auf, verstanden? Soweit kommt es noch – ich lasse mir doch das Schreiben nicht verbieten! Ich nicht! Nicht von euch! Verstanden?</p>
<p>– Jetzt erst Recht!</p>
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		<item>
		<title>Der Maulbeer-Spot auf der 14. Videonale</title>
		<link>http://www.maulbeerblatt.com/2010/02/der-maulbeer-spot-auf-der-14-videonale/</link>
		<comments>http://www.maulbeerblatt.com/2010/02/der-maulbeer-spot-auf-der-14-videonale/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 28 Feb 2010 08:10:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maulbeermann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>

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		<description><![CDATA[
Mann: Martin Neuhaus
Frau: Johanna Falckner
Regie: Matthias Vorbau
Assistent: Eric Kläffling
Story und Musik: Jörn Paschke
Kamera: Thomas Kasper
Ton: Thomas Kasper
Platzierung: 9 (oder so)
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object style="height: 344px; width: 425px;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="100" height="100" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/oEvNY0Fu5Tk" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed style="height: 344px; width: 425px;" type="application/x-shockwave-flash" width="100" height="100" src="http://www.youtube.com/v/oEvNY0Fu5Tk" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Mann:</strong> Martin Neuhaus<br />
<strong>Frau:</strong> Johanna Falckner<br />
<strong>Regie:</strong> Matthias Vorbau<br />
<strong>Assistent:</strong> Eric Kläffling</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Story und Musik:</strong> Jörn Paschke<br />
<strong>Kamera:</strong> Thomas Kasper<br />
<strong>Ton:</strong> Thomas Kasper</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Platzierung:</strong> 9 (oder so)</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Gerichtsurteil zur Schwimmsteganlage am Frauentog</title>
		<link>http://www.maulbeerblatt.com/2010/02/gerichtsurteil-zur-schwimmsteganlage-am-frauentog/</link>
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		<pubDate>Thu, 25 Feb 2010 08:35:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anja von Friedrichshagen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensräume]]></category>

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Der Bau einer Schwimmsteganlage in der Nachbarschaft des Köpenicker Schlosses ist gestoppt. Am ‚Frauentog’, einer Ausbuchtung der Dahme, die westlich durch die Schlossinsel, nördlich durch die Altstadt von Köpenick und östlich durch den sog. Fischer-Kiez begrenzt wird, wollte das Bezirksamt Treptow-Köpenick von Berlin auf einer Länge von ca. 190 m und einer Breite von ca. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1593" title="schiffe1" src="http://www.maulbeerblatt.com/wp-content/2009/03/schiffe1.jpg" alt="schiffe1" width="460" height="345" /></p>
<p>Der Bau einer Schwimmsteganlage in der Nachbarschaft des Köpenicker Schlosses ist gestoppt. Am ‚Frauentog’, einer Ausbuchtung der Dahme, die westlich durch die Schlossinsel, nördlich durch die Altstadt von Köpenick und östlich durch den sog. Fischer-Kiez begrenzt wird, wollte das Bezirksamt Treptow-Köpenick von Berlin auf einer Länge von ca. 190 m und einer Breite von ca. 4 m eine Schwimmsteganlage mit 30 Gastliegeplätzen für den Wassertourismus errichten. Mehrere Anwohner aus dem Fischer-Kietz hatten sich gegen die dem Bezirksamt Treptow-Köpenick von Berlin von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung erteilte wasserbehördliche Genehmigung gewandt und sich auf schwerwiegende Bedenken berufen, die sowohl die oberste Denkmalschutzbehörde, die Landesarbeitsgemeinschaft für Naturschutz e.V. als auch das Fischereiamt gegen das Vorhaben erhoben hatten. Zudem befürchteten die Anwohner bei Nutzung der dreißig Bootsliegeplätze nachhaltige Belästigungen durch Lärm und Schmutz.<span id="more-2899"></span>Das Verwaltungsgericht Berlin hat festgestellt, dass die wasserbehördliche Genehmigung erloschen ist. Das Bezirksamt habe nicht innerhalb von zwei Jahren nach Genehmigungserteilung mit dem Bau der Anlage begonnen, wie es die Genehmigung vorgesehen habe. Eine nach dem Bescheid auf Antrag mögliche Verlängerung der Frist sei nicht erfolgt. Die Genehmigung sei darüber hinaus aber auch rechtswidrig gewesen, weil die Genehmigungsbehörde von dem ihr eingeräumten Erteilungsermessen keinen Gebrauch gemacht habe. Müssten hierbei die widerstreitenden Interessen gegeneinander abgewogen werden, fehle es insbesondere an jedweden Erwägungen über Art und Ausmaß des für die Umgebung zumutbaren Lärms. So fänden sich in der Genehmigung weder Ausführungen zu dem in dem Gebiet zumutbaren Lärm noch würden überhaupt Lärmgrenzwerte genannt bzw. deren Einhaltung etwa durch Nebenbestimmungen beauflagt. Es sei zudem fehlerhaft, wenn die Genehmigungsbehörde den Klägern vorhalte, diese hätten die von ihnen behaupteten Folgen der Schwimmsteganlage (Lärm, Schmutz etc.) nicht plausibel gemacht. Derartige Fragen zu klären, sei nicht Aufgabe der Kläger, sondern bei baulichen Anlagen in Gewässern Gegenstand behördlicher Sachverhaltsermittlung.</p>
<p><em>Gegen das Urteil ist der Antrag auf Zulassung der Berufung zulässig.<br />
Urteil der 10 . Kammer vom 12. Februar 2010 &#8211; VG 10 K 4.10 -.</em></p>
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		<title>Ein Perfektionist auf Touren</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Feb 2010 19:30:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bettina Slomka</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>

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		<description><![CDATA[
Ende der 70er Jahre gründete David Knopfler die Dire Straits und feierte mit seinem Bruder Mark Knopfler große Erfolge weltweit.
Wie viele Alben hast du bisher aufgenommen? Welches ist deine Lieblingsplatte und warum?
Knopfler: Wenn ich die Dire Straits dazu zähle und die diversen Sachen, die ich für andere Künstler oder Filme machte, nicht dazu zähle, komme [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-2873" src="http://www.maulbeerblatt.com/wp-content/2010/02/knopfler.jpg" alt="" width="460" height="184" /></p>
<p><em>Ende der 70er Jahre gründete David Knopfler die Dire Straits und feierte mit seinem Bruder Mark Knopfler große Erfolge weltweit.</em></p>
<p><em><strong>Wie viele Alben hast du bisher aufgenommen? Welches ist deine Lieblingsplatte und warum?</strong></em></p>
<p><strong>Knopfler: </strong>Wenn ich die Dire Straits dazu zähle und die diversen Sachen, die ich für andere Künstler oder Filme machte, nicht dazu zähle, komme ich auf 13 Alben: drei mit den Dire Straits und zehn Solo-Alben. Ich habe keinen wirklichen Favoriten, aber ich habe eine Vorliebe für „<em>Wishbones</em>“ (CD Paris 8), da es das erste Album war, bei dem ich ein Orchester und viele echte akustische Instrumente wie wirkliche Pianos, akustische Gitarren und qualitativ hochwertige Studios einsetzen durfte. Diese Möglichkeiten werden heutzutage immer unerschwinglicher für Künstler wie mich.</p>
<p><em><strong>Seit wann spielst du zusammen mit deinem Lead-Gitarristen Harry Bogdanovs?</strong><strong> Wie habt ihr euch kennengelernt?<span id="more-2784"></span></strong></em></p>
<p><strong>Knopfler:</strong> Harry und ich lernten uns ca. 1980/81 kennen, als ich für eine Sängerin eine Platte produzierte und sie ihn als ihren Keyboarder und Songwriter engagiert hatte. Ich liebte sein Songwriting, wir haben uns damals gleich sehr gut verstanden und sind seitdem privat gute Freunde und auch musikalisch Kollegen geblieben. Er hat eine wunderbare Art, genau die richtigen Noten zu spielen, um meine Songs perfekt zu ergänzen und den Song irgendwie noch sympathisch zu erweitern. Diese Art sich zu ergänzen habe ich bisher nur selten erlebt. Es liegt daran, dass wir uns musikalisch wirklich sehr gut kennen und verstehen. Auch war Harry jetzt auf Tour und im Studio mit Marius Müller-Westernhagen – das hat meiner Meinung nach auch noch einen weiteren Aspekt zu dem, was er in unsere Band einbringt, hinzugefügt. <strong> </strong></p>
<p><em><strong>Du hast eine umfangreiche Tourvergangenheit – gibt es irgendwelche Auftritte, die du als „legendär“ bezeichnen würdest?</strong></em></p>
<p><strong>Knopfler:</strong> Also als „<em>legendär</em>“ würde ich eher König Arthur oder Ulysses bezeichnen. Kann ein Rockkonzert wirklich als „<em>legendär</em>“ gelten? Wahrscheinlich nicht – viele sind sicherlich einprägsam oder Details davon unvergesslich. Harry ist da eher der Mann mit dem riesigen Gedächtnis, der könnte da sicher genaue Daten und Orte nennen. Als legendär könnte man es eventuell bezeichnen, Hendrix das erste Mal im frühen 1967 gesehen zu haben…. <strong> </strong></p>
<p><em><strong>Du hast bereits regelmäßig in Europa und auch vor allem Deutschland getourt. Hast du besondere Verbindungen zu Land und Leuten?</strong></em></p>
<p><strong>Knopfler:</strong> Deutschland war für mich schon immer ein sehr angenehmer und dankbarer Ort, um zu touren und für private Besuche. Es scheint mir eines der wenigen Länder zu sein, wo in unserer Branche eine persönliche Vereinbarung, welche anfangs vielleicht nur per Handschlag gemacht wurde, auch sicher zu 100% zum Tragen kommt. Ich habe Deutschland bereits so oft besucht und bereist – hätte ich es nicht versäumt, die Sprache zu lernen – ich würde es sicher auch als ein Zuhause für mich bezeichnen. Ich weiß, es ist ein Klischee, aber deutsche Zuschauer sind wirklich bedeutend aufmerksamer, hören auch genauer der eigentlichen Musik zu und wissen diese einzuordnen und zu schätzen. In London z.B. ist ein Konzert immer eher ein gesellschaftliches Ereignis, wobei das Outfit, die Frisur und die dazugehörige Szene weitaus wichtiger als die Musik selbst zu sein scheinen.<br />
Die Hälfte meiner Vorfahren entstammen dem Gebiet des früheren Österreich-Ungarn, und umso mehr ich die Welt bereisen darf, umso kleiner scheint sie mir zu sein und umso weniger bin ich bereit, ein Land den anderen aus irgendwelchen Gründen zu bevorzugen. Das heutige Deutschland, gerade wegen seiner einzigartigen Geschichte, Erfahrung und Entwicklung, ist für mich auch ein Musterbeispiel dafür, wie man heutzutage ein gesundes, kritisches Maß an Nationalbewusstsein zu Tage tragen kann. Auch wie man es politisch schafft, nicht allzu weit auf den sklavischen Gehorsam der Neo-Konservativen, die jüngst die Weltwirtschaft ins Wanken gebracht haben, herein zu fallen, zeigt eine gesunde Sicht der Dinge. Ansonsten freuen wir uns wie gesagt auf unser Publikum und sehen uns demnächst mit der elektrischen Gitarre im Gepäck!</p>
<p><em><strong><br />
</strong></em></p>
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		<title>Alles in Bewegung</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Feb 2010 12:30:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian Koepcke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>

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&#8220;Die Koalition hat bereits viel auf den Weg gebracht&#8221; bescheinigt sich die große Bärin nach den ersten hundert Tagen, rollt auf die Seite und hält weiter ihren Winterschlaf. Durch seinen extremen Gewichtsverlust plötzlich aufgeschreckt, scheint ihr kleiner warmer Bruder seine Betriebstemperatur nur noch mit sozialer Kälte regulieren zu können. Wie im Fieberwahn erblickt der Geistus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-2888" title="eispeter" src="http://www.maulbeerblatt.com/wp-content/2010/02/eispeter.jpg" alt="eispeter" width="460" height="220" /></p>
<p>&#8220;<em>Die Koalition hat bereits viel auf den Weg gebracht</em>&#8221; bescheinigt sich die große Bärin nach den ersten hundert Tagen, rollt auf die Seite und hält weiter ihren Winterschlaf. Durch seinen extremen Gewichtsverlust plötzlich aufgeschreckt, scheint ihr kleiner warmer Bruder seine Betriebstemperatur nur noch mit sozialer Kälte regulieren zu können. Wie im Fieberwahn erblickt der Geistus Maximus der Gelben Zwerge spätrömische Dekadenz unter Arbeitslosen und allenthalben das Gespenst des Sozialismus. Und was treiben die wahren Asozialen unserer Republik? Nach dem Ankauf von Schweizer Bankdaten wägen sie in aller Eile die Vorteile einer Selbstanzeige. Rot und Grün können indes frohlocken. Das jüngste BGH-Urteil gibt ihnen Recht. Hartz IV, das Kernstück ihrer Regierungszeit, ist mit der Menschenwürde nicht vereinbar, aber allemal ein willkommener Anlass, um von den Nachfolgern lautstark mehr Gerechtigkeit zu verlangen. Währenddessen wandelt sich unser jahrelanger Friedenseinsatz zu einem &#8220;<em>bewaffneten Konflikt im Sinne des Völkerrechtes</em>&#8220;. Weiterhin geht es darum, afghanischen Mädchen den Schulbesuch zu ermöglichen. Man muss sich jedoch fragen, ob die Bundeswehr nicht ebenso dringend an der Heimatfront gefordert wäre, um die Unversehrtheit kleiner Jungen an katholischen Lehranstalten zu gewährleisten. So ist alles in Bewegung. So ist alles wie immer. Das politische Deutschland steht da, wie der Eispeter in der denkwürdigen Geschichte von Wilhelm Busch – weit draußen auf dünnem Eis, in dynamischer Bewegung erstarrt. Von all dem unbenommen haben wir uns auf den Weg gemacht, um im aktuellen Maulbeerblatt staunenswertes von nah und fern zu berichten. Mit den Nachkommen des Königs von Albanien stürzen wir uns in das Karussell des Lebens, wobei eine Achterbahnfahrt mit Fünffach-Looping wohl eine bessere Beschreibung wäre. Wir versuchen den Zauber des Wrestlings zu ergründen, in dem womöglich der Schlüssel zu einer friedlichen Welt zu finden wäre. Ein leckeres Kochrezept rundet das Menü und bringt in letzter Konsequenz auch die Verdauung in Schwung. So bleibt auch bei uns – alles in Bewegung!</p>
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		<title>Mi´kmaqs Land</title>
		<link>http://www.maulbeerblatt.com/2010/02/mi%c2%b4kmaqs-land/</link>
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		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 07:12:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matt Muencheberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unterwegs]]></category>
		<category><![CDATA[Kanada]]></category>
		<category><![CDATA[Kanu]]></category>
		<category><![CDATA[Matt Müncheberg]]></category>
		<category><![CDATA[Ostkanada]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>

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		<description><![CDATA[
Travel Ostkanada
Niemand weiß mit Bestimmtheit zu sagen, wie viele zusammenhängende Wasserflächen es im Dreieck zwischen South Shore, Yarmouth und den Acadian Shores sowie dem Fundy Shore und dem Annapolis Valley in Süd-Neuschottland tatsächlich gibt, nur gut sechs Flugstunden von Frankfurt und eine Mietwagentour von weiteren drei Stunden ab Halifax, der Hauptstadt Nova Scotias, entfernt. „Das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-2815" src="http://www.maulbeerblatt.com/wp-content/2010/01/hali-152.jpg" alt="" width="460" height="184" /></p>
<p><em><strong>Travel Ostkanada</strong></em></p>
<p>Niemand weiß mit Bestimmtheit zu sagen, wie viele zusammenhängende Wasserflächen es im Dreieck zwischen South Shore, Yarmouth und den Acadian Shores sowie dem Fundy Shore und dem Annapolis Valley in Süd-Neuschottland tatsächlich gibt, nur gut sechs Flugstunden von Frankfurt und eine Mietwagentour von weiteren drei Stunden ab Halifax, der Hauptstadt Nova Scotias, entfernt. „<em>Das alles ist uraltes Indianerland</em>“, sagt Andrea Wegerer. In den maritimen Provinzen Kanadas seien die Mi‘kmaq der dominierende Stamm gewesen, lernen wir. Man vermute, dass sie schon vor dem 16. Jahrhundert von Norden her eingewandert seien, sagt die aus Ulm stammende junge Deutsche. Mi´kmaq, das bedeute soviel wie Verbündete. Zusammen mit ihrem Freund und Verbündeten Tim Atkins hat sich Wegerer mitten in der Wildnis, nur etwa sechs Kilometer vom Kejimkujik- Nationalpark vor 14 Jahren preiswert ein größeres Stück Land gekauft, genau dort, wo der wildromantische Mersey-River in den stillen Harry-See mündet. Davor, etwas im Wald versteckt, fügen sich heute urige Holzhäuser harmonisch in die naturbelassene Wildnis. „<em>Die Indianer haben sich damals mit ihren robusten Canoes die unzähligen Gewässerflächen entlang bis hinunter zur Eastcoast bewegt</em>“, auch auf dem Mersey River seien sie unterwegs gewesen, erklärt Andrea Wegerer, das sei inzwischen längst nachgewiesen. Geschickte Kanubauer sollen die Mi‘kmaq gewesen sein. Funde haben bewiesen, dass ihr Kanu aus Birkenrinde bestanden hat, acht bis zehn Fuß (2,45 m &#8211; 3,05 m) lang war und so geräumig gewesen sein muss, dass ein einzelnes Boot einen vollständigen Haushalt von fünf oder sechs Personen mit schwerem Gepäck aufnehmen konnte.<span id="more-2780"></span></p>
<p>Anfänger können bei Andrea und Tim ihre Paddel- Fähigkeiten testen, bevor sie sich dem Abenteuer Kejimkujik mit seinen über 25 Seen und zahlreichen gewundenen Flussläufen stellen. Sie erkunden zunächst den Mersey-River mit seinen moderaten Strömungen flussaufwärts, dort, wo er gut beherrschbar ist. Auch wir begeben uns zuerst auf dem schwarzen, geheimnisvoll schimmernden Fluss an Bord eines der wackligen, schlanken GfK-Kanadier. Nur ein paar Stunden dauert es, bis die Zivilisation achteraus liegt und wir eins sind mit der uns umgebenden Natur. Stille, von altem Laub und dunkler Erde schwarz gefärbte Seen mit Schilf, kleinen Teichrosen und undurchdringlichem Wald wechseln sich ab mit schnell strömenden Fluss-Passagen und machen binnen kurzem empfänglich für die ungewohnten Geräusche ringsumher. Da gluckst, piepst, schnarrt und tiriliert es aus sumpfigen Wiesen, dichtem Unterholz und von den Wipfeln alter Baumriesen. Direkt vor uns scheint ein Kolibri in der Luft zu stehen. Libellen lassen sich auf dem Bug unseres Paddelbootes nieder. Und auf einem abgestorbenen, halb aus dem Wasser ragenden Baum sonnen sich Seeschildkröten, nur eine Kanulänge entfernt. Doch Vorsicht vor Strudeln: Sie können von Wasserpflanzen, aber auch von dicht unterhalb der Wasseroberfläche ruhenden abgestorbenen Bäumen oder Gesteinsbrocken rühren. Gurgelnd sucht sich das dunkle Wasser wenig später seinen Weg in den ein paar Meter tiefer liegenden stillen See, Stromschnellen bildend und die versteckte, geballte Kraft des Flusses nur ahnen lassend. Nach zwei Paddel-Tagen auf dem Mersey River bei Andrea und Tim fühlen wir uns sicher genug für den nahen „<em>Keji</em>“, wie die Einheimischen den Kejimkujik-Nationalpark liebevoll nennen.</p>
<p>Viele Wassersportler machen es wie wir und nutzen die Blockhäuser der Deutschen als Basislager für ausgedehntere Paddel-Touren in das knapp 400 Quadratkilometer umfassende naturgeschützte Gebiet. Andere sind mit Boot und Zelt unterwegs. Bei Jakes Landing im Westen des Areals mieten wir uns zu moderaten Preisen einen Kanadier. Auch die Mehrtages-Paddler mit eigenen Booten nutzen gern die Einsatzstelle am rechten Zipfel des 40 Quadratkilometer großen Kejimkujik-Lake als Startpunkt für ausgedehntere Törns. Ihre Paddelboote sind teilweise so voll beladen, dass mittschiffs nur ein handbreiter Freibord bleibt.</p>
<p>Auch wir begeben uns nun auf die Spuren der Mi´kmaqs genannten Ureinwohner, die hier jahrhundertelang lebten und dessen Nachfahren heute sorgfältig die Traditionen pflegen. Unberührter Wald, moderate Felsformationen und unzählige miteinander verbundenen Wasserflächen umfangen den Bootsbesucher, kaum dass er ablegt und seine Paddel ins klare Wasser sticht.</p>
<p><em>Informationen zu Kanadier- oder Kajaktouren in<br />
Maitland Bridge / Caledonia am Fluss Mersey und auf<br />
dem Henry-See für Anfänger und Familien bei Andrea<br />
Wegerer und Tim Atkins: www.merseyriverchalets.com.<br />
Der Kejimkujik-Nationalpark für fortgeschrittene Paddler<br />
im Netz: www.pc.gc.ca. Flüge nach Halifax: während<br />
der Saison direkt in 6 bis 7 Stunden ab Frankfurt.</em></p>
<p><em><br />
Matt Müncheberg wohnt in Berlin-Friedrichshagen und bereist<br />
als Journalist und Fotograf mit dem Schwerpunkt Wassersport<br />
die Welt. Aktuell erhältlich ist sein neues Bordbuch Berlin 2009.<br />
Internet: <a href="http://www.muencheberg-media.com">www.muencheberg-media.com</a>.</em></p>
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