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	<title>Maulbeerblatt &#187; Matt Muencheberg</title>
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	<description>Das Kulturmagazin für den Berliner Südosten – aus dem Hause elf62.net</description>
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		<title>Mi´kmaqs Land</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 07:12:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matt Muencheberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unterwegs]]></category>
		<category><![CDATA[Kanada]]></category>
		<category><![CDATA[Kanu]]></category>
		<category><![CDATA[Matt Müncheberg]]></category>
		<category><![CDATA[Ostkanada]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>

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		<description><![CDATA[Travel Ostkanada Niemand weiß mit Bestimmtheit zu sagen, wie viele zusammenhängende Wasserflächen es im Dreieck zwischen South Shore, Yarmouth und den Acadian Shores sowie dem Fundy Shore und dem Annapolis Valley in Süd-Neuschottland tatsächlich gibt, nur gut sechs Flugstunden von Frankfurt und eine Mietwagentour von weiteren drei Stunden ab Halifax, der Hauptstadt Nova Scotias, entfernt. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-2815" src="http://www.maulbeerblatt.com/wp-content/2010/01/hali-152.jpg" alt="" width="460" height="184" /></p>
<p><em><strong>Travel Ostkanada</strong></em></p>
<p>Niemand weiß mit Bestimmtheit zu sagen, wie viele zusammenhängende Wasserflächen es im Dreieck zwischen South Shore, Yarmouth und den Acadian Shores sowie dem Fundy Shore und dem Annapolis Valley in Süd-Neuschottland tatsächlich gibt, nur gut sechs Flugstunden von Frankfurt und eine Mietwagentour von weiteren drei Stunden ab Halifax, der Hauptstadt Nova Scotias, entfernt. „<em>Das alles ist uraltes Indianerland</em>“, sagt Andrea Wegerer. In den maritimen Provinzen Kanadas seien die Mi‘kmaq der dominierende Stamm gewesen, lernen wir. Man vermute, dass sie schon vor dem 16. Jahrhundert von Norden her eingewandert seien, sagt die aus Ulm stammende junge Deutsche. Mi´kmaq, das bedeute soviel wie Verbündete. Zusammen mit ihrem Freund und Verbündeten Tim Atkins hat sich Wegerer mitten in der Wildnis, nur etwa sechs Kilometer vom Kejimkujik- Nationalpark vor 14 Jahren preiswert ein größeres Stück Land gekauft, genau dort, wo der wildromantische Mersey-River in den stillen Harry-See mündet. Davor, etwas im Wald versteckt, fügen sich heute urige Holzhäuser harmonisch in die naturbelassene Wildnis. „<em>Die Indianer haben sich damals mit ihren robusten Canoes die unzähligen Gewässerflächen entlang bis hinunter zur Eastcoast bewegt</em>“, auch auf dem Mersey River seien sie unterwegs gewesen, erklärt Andrea Wegerer, das sei inzwischen längst nachgewiesen. Geschickte Kanubauer sollen die Mi‘kmaq gewesen sein. Funde haben bewiesen, dass ihr Kanu aus Birkenrinde bestanden hat, acht bis zehn Fuß (2,45 m &#8211; 3,05 m) lang war und so geräumig gewesen sein muss, dass ein einzelnes Boot einen vollständigen Haushalt von fünf oder sechs Personen mit schwerem Gepäck aufnehmen konnte.<span id="more-2780"></span></p>
<p>Anfänger können bei Andrea und Tim ihre Paddel- Fähigkeiten testen, bevor sie sich dem Abenteuer Kejimkujik mit seinen über 25 Seen und zahlreichen gewundenen Flussläufen stellen. Sie erkunden zunächst den Mersey-River mit seinen moderaten Strömungen flussaufwärts, dort, wo er gut beherrschbar ist. Auch wir begeben uns zuerst auf dem schwarzen, geheimnisvoll schimmernden Fluss an Bord eines der wackligen, schlanken GfK-Kanadier. Nur ein paar Stunden dauert es, bis die Zivilisation achteraus liegt und wir eins sind mit der uns umgebenden Natur. Stille, von altem Laub und dunkler Erde schwarz gefärbte Seen mit Schilf, kleinen Teichrosen und undurchdringlichem Wald wechseln sich ab mit schnell strömenden Fluss-Passagen und machen binnen kurzem empfänglich für die ungewohnten Geräusche ringsumher. Da gluckst, piepst, schnarrt und tiriliert es aus sumpfigen Wiesen, dichtem Unterholz und von den Wipfeln alter Baumriesen. Direkt vor uns scheint ein Kolibri in der Luft zu stehen. Libellen lassen sich auf dem Bug unseres Paddelbootes nieder. Und auf einem abgestorbenen, halb aus dem Wasser ragenden Baum sonnen sich Seeschildkröten, nur eine Kanulänge entfernt. Doch Vorsicht vor Strudeln: Sie können von Wasserpflanzen, aber auch von dicht unterhalb der Wasseroberfläche ruhenden abgestorbenen Bäumen oder Gesteinsbrocken rühren. Gurgelnd sucht sich das dunkle Wasser wenig später seinen Weg in den ein paar Meter tiefer liegenden stillen See, Stromschnellen bildend und die versteckte, geballte Kraft des Flusses nur ahnen lassend. Nach zwei Paddel-Tagen auf dem Mersey River bei Andrea und Tim fühlen wir uns sicher genug für den nahen „<em>Keji</em>“, wie die Einheimischen den Kejimkujik-Nationalpark liebevoll nennen.</p>
<p>Viele Wassersportler machen es wie wir und nutzen die Blockhäuser der Deutschen als Basislager für ausgedehntere Paddel-Touren in das knapp 400 Quadratkilometer umfassende naturgeschützte Gebiet. Andere sind mit Boot und Zelt unterwegs. Bei Jakes Landing im Westen des Areals mieten wir uns zu moderaten Preisen einen Kanadier. Auch die Mehrtages-Paddler mit eigenen Booten nutzen gern die Einsatzstelle am rechten Zipfel des 40 Quadratkilometer großen Kejimkujik-Lake als Startpunkt für ausgedehntere Törns. Ihre Paddelboote sind teilweise so voll beladen, dass mittschiffs nur ein handbreiter Freibord bleibt.</p>
<p>Auch wir begeben uns nun auf die Spuren der Mi´kmaqs genannten Ureinwohner, die hier jahrhundertelang lebten und dessen Nachfahren heute sorgfältig die Traditionen pflegen. Unberührter Wald, moderate Felsformationen und unzählige miteinander verbundenen Wasserflächen umfangen den Bootsbesucher, kaum dass er ablegt und seine Paddel ins klare Wasser sticht.</p>
<p><em>Informationen zu Kanadier- oder Kajaktouren in<br />
Maitland Bridge / Caledonia am Fluss Mersey und auf<br />
dem Henry-See für Anfänger und Familien bei Andrea<br />
Wegerer und Tim Atkins: www.merseyriverchalets.com.<br />
Der Kejimkujik-Nationalpark für fortgeschrittene Paddler<br />
im Netz: www.pc.gc.ca. Flüge nach Halifax: während<br />
der Saison direkt in 6 bis 7 Stunden ab Frankfurt.</em></p>
<p><em><br />
Matt Müncheberg wohnt in Berlin-Friedrichshagen und bereist<br />
als Journalist und Fotograf mit dem Schwerpunkt Wassersport<br />
die Welt. Aktuell erhältlich ist sein neues Bordbuch Berlin 2009.<br />
Internet: <a href="http://www.muencheberg-media.com">www.muencheberg-media.com</a>.</em></p>
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		<title>Seefrauschaft rund Bornholm</title>
		<link>http://www.maulbeerblatt.com/2009/11/seefrauschaft-rund-bornholm/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 08:04:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matt Muencheberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unterwegs]]></category>

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		<description><![CDATA[Neun Seglerinnen aus Brandenburg und Berlin segelten eine der härtesten Ostsee-Regatten Deutschlands: Rund Bornholm Freitag, 10. Juli, 13 Uhr. 75 Stunden nach dem Start. Die Kurzinfo des Pressebüros der Warnemünder Woche zum Stand der Regatta Rund Bornholm 2009 verheißt nichts Gutes: „39 Yachten konnten bisher gezeitet werden. 26 haben aufgegeben. Auf die Rückmeldung einer Yacht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-2521" src="http://www.maulbeerblatt.com/wp-content/2009/11/seefrauschaft.jpg" alt="" width="460" height="152" /></p>
<p><em>Neun Seglerinnen aus Brandenburg und Berlin segelten eine der härtesten Ostsee-Regatten Deutschlands:</em><br />
<em><strong>Rund Bornholm</strong></em></p>
<p><strong>Freitag, 10. Juli, 13 Uhr. 75 Stunden nach dem Start.</strong><br />
Die Kurzinfo des Pressebüros der Warnemünder Woche zum Stand der Regatta Rund Bornholm 2009 verheißt nichts Gutes: „<em>39 Yachten konnten bisher gezeitet werden. 26 haben aufgegeben. Auf die Rückmeldung einer Yacht wird noch gewartet</em>“. Die im Rahmen der Warnemünder Woche jeweils Anfang Juli laufende Wettfahrt gilt unter Seglern als sehr anspruchsvoll. Trotzdem – oder gerade deshalb – nehmen viele die Herausforderung an und beteiligen sich in jedem Jahr bis zu 80 Yachten an der 270 Seemeilen (500 Kilometer) langen Regatta.<span id="more-2491"></span></p>
<p><strong>Sonnabend, 23. Mai: Sechs Wochen vor dem Start.</strong><br />
Dichte Wolken türmen sich über der kalten Ostsee vor Warnemünde auf, das salzige Nass hat eine tiefgraue Farbe angenommen, der Wind frischt stetig auf, dass es nur so pfeift in den Stagen und Wanten, und die Wellenformationen nehmen noch immer an Höhe zu, als fünf junge Frauen aus Brandenburg, Berlin und vom Bodensee mit einer Hanse 52 hart am Wind durchs Wasser pflügen. Es ist das erste Mal, dass sie für drei Tage und zwei Nächte ununterbrochen als Team auf der Ostsee unterwegs sind. Das gemeinsame Ziel der Damen im Alter von 28 bis 42 Jahren ist ambitioniert: Bei der längsten deutschen Strecken-Seeregatta Rund Bornholm wollen sie, dann zusammen mit zwei weiteren Seglerinnen, antreten. Sabine ist mit 42 Jahren nicht nur die Älteste an Bord, sie bringt die meiste Erfahrung mit und darf deshalb die Polaris beim Training durch die Wellenberge skippern. „<em>Das wird kein Zuckerschlecken für die Mädels, aber dafür eine der besten Erfahrungen ihres Lebens</em>“, verspricht Michael Haufe. Der Geschäftsführer der Firma Teamgeist GmbH aus Brandenburg formt Teams – mittels Wassersport.</p>
<p><strong>Montag, 6. Juli: Noch 14 Stunden bis zum Startschuss.</strong><br />
Nicht nur, dass am Ende des letzten Trainingsschlages eine Leine in die Schraube der Übungsyacht geraten ist, die nun in der kalten Ostsee Stück für Stück tauchend wieder von der Welle geschnitten werden muss. Auch der Wetterbericht verheißt für die kommenden Tage nicht nur Gutes. „<em>Noch befinden wir uns in einer Hochdruckzone</em>“, klärt Anna Klinkmann vom Deutschen Wetterdienst auf. Doch es formiere sich bereits ein sogenanntes Dipol-Tief, warnt die junge Frau, „<em>Mittwoch gibt’s ordentlich Wind</em>“.</p>
<p><strong>Dienstag, 7. Juli, 9:30 Uhr: Regatta-Start.</strong><br />
5 Uhr morgens. Jeder ist jetzt mit sich selbst allein, sucht Ruhe und Konzentration so kurz vor dem Start. Mentales Training und Yoga stehen dabei ganz weit vorn. Duschen, und wer etwas hinunter bekommt, frühstückt. Ein Schluck Kaffee tut gut. Jetzt gibt es kein Zurück mehr. Boot klarmachen. Ablegen. Für die Frauen an Bord der Antares gehört das schon zur Routine. Leinen klarieren, Fender bergen, klar zum Segelsetzen. – Jetzt gilt es. Bornholm liegt mit 250 See-Kilometern vorm Bug der 14 Yachten, die gleich in der Gruppe Yardstick 1b beim dritten Start lossegeln werden. Insgesamt stellen sich 66 Crews der Herausforderung. Auszug aus dem Logbuch der Antares: „<em>10.09 Uhr. Wir sind das erste Boot unserer Startergruppe!</em>“</p>
<p><strong>Donnerstag, 9. Juli. 3.Tag auf See.</strong><br />
Auszug aus dem Logbuch der Antares: „<em>Um 2 Uhr morgens sahen wir immer noch die Lichter von Bornholm. Sehr deprimierend. Den Mädels geht es immer schlechter. Koje, Kotzen und der Versuch, ein wenig zu schlafen…</em>“ <em>„Die schöne Zeit ist vorbei. Kämpfen uns seit 12 Stunden durch meterhohe Wellenberge. Zwei sind schon ausgeschaltet, der Rest schlägt sich tapfer&#8221;</em>. Zu diesem Zeitpunkt spricht der Wetterbericht bereits von „<em>West bis Südwest 5 bis 6, Schauer- und Gewitterböen, See bis 1,5 Meter</em>“.</p>
<p><strong>Donnerstag, 9. Juli, 60 Stunden nach Start.</strong><br />
Auszug aus dem Logbuch: „<em>Irgendwann sank die Stimmung bei allen auf Null. Die Wassertropfen schlugen wie kleine Steine ins Gesicht. Selbst Sabine kaute schon auf dem Zahnfleisch – schließlich hat sie in den vergangenen zwei Tagen nur zwei Stunden geschlafen… Dann die Entscheidung, irgendwo auf Rügen zu ankern. Allerdings hieß das auch: Aufgabe! „Aus seemännischer Sorgfaltspflicht hat die Skipperin nach Rücksprache mit ihrer Crew das Rennen vor Rügen abgebrochen. Die Männer haben nach Kenntnis dieser Tatsache sofort gleiches kurz vor Hiddensee entschieden. Diese Entscheidung wäre sehr wahrscheinlich wenige Stunden später von mir so oder so getroffen worden</em>“, erklärt Michael Haufe nach dem Rennen. Sie seien gemeinsam gestartet und würden das Rennen auch gemeinsam beenden, habe für den Segellehrer und für Skipperin Sabine von vornherein festgestanden. Skipperin Sabine: „Ziele und Wünsche müssen den Naturgewalten untergeordnet werden. Nachgeben ist eben manchmal der bessere Weg, wenn es auch sehr schwergefallen ist.“ Trotzdem steht schon mit dem Einlaufen der Antares fest, dass die weibliche Segel-Crew mindestens genau so gut wie ihre männlichen Segel-Kollegen den Gebrauch von Tauwerk und das Bedienen der Segel beherrscht, elegant an- und ablegen kann, und sich korrekt verhält auch bei stärkerem Wind und Seegang. – Das jedenfalls beschreibt das Seglerlexikon als Gute Seemannschaft, pardon: Seefrauschaft. Und über den Satz „<em>Wenn Gott gewollt hätte, dass Frauen segeln, hätten er das Wasser rosa gefärbt</em>“, können die Seglerinnen nur milde lächeln. Denn ihre See-Taufe haben sie nun mit Bravour bestanden. Bei der „<em>härtesten See-Regatta der Welt</em>“, wie sich eine (Männer-) Crew auf ihre T-Shirts hat drucken lassen.</p>
<p><em><strong><br />
</strong></em></p>
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		<title>Brandenburgery</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Sep 2009 07:26:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matt Muencheberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unterwegs]]></category>

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		<description><![CDATA[18°22`04&#8220;N, 64°56`32&#8220;W Wo im Frühjahr die Virgin Islands Race Week jährlich Hunderte von Regattaseglern anzieht, betrieb der Große Kurfürst vor mehr als 300 Jahren eine Kolonie -Brandenburgery auf den West Indies Wenn in Friedrichshagen die Boote und Yachten abgeslippt werden und hierzulande mit Verbandssegen angesegelt wird, herrscht zwischen den Virgin Islands am Nordostrand der Karibik [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-2257" title="Brandenburgery" src="http://www.maulbeerblatt.com/wp-content/2009/09/brandenburgery.jpg" alt="Brandenburgery" width="460" height="184" /></p>
<p><em><strong>18°22`04&#8220;N, 64°56`32&#8220;W</strong></em></p>
<p><em>Wo im Frühjahr die Virgin Islands Race Week jährlich Hunderte von Regattaseglern anzieht, betrieb der Große Kurfürst vor mehr als 300 Jahren eine Kolonie -Brandenburgery auf den West Indies</em><br />
Wenn in Friedrichshagen die Boote und Yachten abgeslippt werden und hierzulande mit Verbandssegen angesegelt wird, herrscht zwischen den Virgin Islands am Nordostrand der Karibik bereits Wettfahrt-Hochstimmung. Hunderte Segler-Crews aus vielen Ländern haben sich dann schon auf den Weg gemacht, entweder auf eigenem Kiel oder per Flieger zur Charterbasis, um an den jährlich laufenden Frühjahrsregatten im Rahmen der Virgin Islands Race Week auf den Leeward Islands gleich östlich Puerto Ricos teilzunehmen. Zu den Wettfahrten, die in der Szene wegen ihrer sportlichen Ausrichtung, ihrer guten Organisation sowie des Party-Faktors wegen einen guten Ruf haben, zählen neben der British Virgin Islands (BVI) Spring Regatta mit dem BVI Sailing Festival auch die internationale St.Thomas Rolex-Regatta. Die Termine sind so gelegt, dass eine Crew mit ihrer Yacht mühelos und grenzüberschreitend – denn die Inseln gehören nach wie vor zu zwei verschiedenen Staaten – an zehn Tagen beide Events miterleben kann. Die Reviere lohnen es wegen steter, frischer Winde und angenehmer Temperaturen allenthalben. So verwundert es kaum, dass es unter den aktiven Seglern von Wiederholungstätern nur so wimmelt, auch mehrere deutsche Crews sind traditionell darunter. <span id="more-2256"></span></p>
<p>Doch nur wenige der Segler wissen um die Historie der Inselgruppe, die geografisch nördlich Venezuelas, an der Nordseite der Karibischen See, zu verorten ist. Dabei ist die an Größenwahn, Menschenverachtung, Brutalität – aber wohl auch an Kuriosität – kaum zu übertrumpfen. Denn wer hätte gedacht, dass es, nur zwei Jahre nach der ersten deutschen Ansiedlung in Germantown, im Jahre 1685 zur Gründung eines brandenburgisch- preußischen Handelsstützpunktes ausgerechnet auf der Antilleninsel St. Thomas gekommen war, über 7.500 Kilometer Luftlinie von Dahme und Spree entfernt? Klar ist heute, dass das vorrangige Interesse derartiger Handelsgesellschaften nicht etwa geo- oder bevölkerungspolitischer, sondern ausschließlich wirtschaftlicher Natur war. Auch das Interesse Brandenburgs unter Friedrich Wilhelm, dem Großen Kurfürsten, machte da keine Ausnahme: Die Aktivitäten waren darauf gerichtet, durch überseeische Stützpunkte eine bessere Teilhabe am damaligen Welthandel zu erlangen. Zu diesem Zweck schloss der kurbrandenburgische Marine- Generaldirektor Benjamin Raule (er residierte im Tierpark-Schloss Friedrichsfelde) am 24. November 1685 mit Vertretern der Dänisch- Westindisch-Guinesischen Compagnie einen Vertrag über die Vermietung eines Teils der seit 1666 zu Dänemark gehörenden Antilleninsel St. Thomas an Brandenburg.</p>
<p>Die Souveränität der Insel St. Thomas blieb zwar beim dänischen König, Brandenburg wurde aber Grund und Boden zur Nutzung überlassen. Außerdem wurde ein auf 30 Jahre befristeter Freihandel, vor allem für Sklaven, vereinbart. Das brandenburgische Pachtgebiet, Brandenburgery genannt, lag in unmittelbarer Nachbarschaft zum dänischen Hauptort Charlotte Amalie, benannt nach der Nichte des Großen Kurfürsten und Gemahlin des Dänenkönigs Christian V. Es bestand aus einer Siedlung für Europäer mit Wohn- und Verwaltungsgebäuden sowie Lagerhallen und der Residenz des Generaldirektors. Immerhin lebten im Jahr 1688 auf St. Thomas 300 Brandenburger! Die weitere Entwicklung war von einem Auf und Ab der brandenburgischdänischen Beziehungen geprägt. Es gab dänische Eingriffe in brandenburgischen Besitz. Obwohl der Handel weiter florierte, verlor die preußische Krone nach erfolglosen Versuchen, auf anderen westindischen Inseln Fuß zu fassen, mehr und mehr ihr Interesse an überseeischen Besitzungen. Der brandenburgische Teil von St. Thomas wurde schließlich 1693 ohne Widerstand – und entschädigungslos – von Dänemark beschlagnahmt. 1727 ließen die Dänen erstmals brandenburgisches Inventar und 1738 auch die letzten preußischen Besitzungen versteigern. Der letzte brandenburgische Generaldirektor J. Bordeaux ist 1735 ohne Nachfolger auf der Insel verstorben. Nach ihm sind auf St. Thomas heute noch einige Straßen und ein Berg, der Bordeaux-Hill, benannt.</p>
<p>Nach der Niederlage im deutschdänischen Krieg von 1864 boten die Dänen den verbündeten Preußen und Österreichern schließlich Dänisch-Westindien an, um Teile Schleswigs behalten zu können. Die noch alliierten deutschen Großmächte besaßen indes kein Interesse. 1896 machte Dänemark erneut den Vorschlag, einen Teil Nordschleswigs gegen die dänischen Jungferninseln, zu denen St. Thomas damals gehörte, zu tauschen. „Entrüstet“ habe Wilhelm II. es abgelehnt, deutsches Gebiet abzutreten. Aus Sorge um die dänische Neutralität im Ersten Weltkrieg und die Errichtung neuer deutscher Militär- Stützpunkte kauften die USA 1917 den Dänen kurzerhand mehrere Inseln, darunter auch St. Thomas, ab, die seitdem die U.S. Virgin Islands („Jungferninseln“) bilden. Nur einen Halbtages-Törn in nordöstlicher Richtung liegen die BVI („British Virgin Islands“) mit den Hauptinseln Jost van Dyke, Tortola, Norman-, Peter-, Salt-, Cooper- und Ginger Island sowie Virgin Gorda und dem Korallen- Eiland Anegada.</p>
<p>Dazwischen ziehen heute wie selbstverständlich zum Beginn jeder karibischen Segel-Saison Hunderte von farbenfrohen Spinnakern aus vielen Ländern friedlich ihre Bahnen – rund um eine geschichtsträchtige Inselgruppe, an dessen dunkle Historie heute lediglich einige architektonische Überbleibsel, ein paar Straßennamen und die Bezeichnung eines Berges auf der Insel St. John erinnert.</p>
<p><em><strong><br />
</strong></em></p>
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		<title>Kubas Wilder Westen</title>
		<link>http://www.maulbeerblatt.com/2009/08/kubas-wilder-westen/</link>
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		<pubDate>Thu, 27 Aug 2009 11:56:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matt Muencheberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unterwegs]]></category>

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		<description><![CDATA[Cienfuegos, 22°07´29´´N, 080°27´09´´W Der Notruf erreicht die El Gambio gegen Mitternacht. Abends hatte die Crew der schlanken, vierzehn Meter langen Segelyacht den Anker vor der kleinen Insel Cayo Guano del Este gleich südlich des zur Schweinebucht gehörenden Sperrgebietes fallen lassen, um sich in finsterer Nacht vor dem immer stärker auffrischenden Wind aus West schützen zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-2172" src="http://www.maulbeerblatt.com/wp-content/2009/07/cu-232.jpg" alt="" width="460" height="184" /></p>
<p><em><strong>Cienfuegos,<br />
22°07´29´´N, 080°27´09´´W</strong></em></p>
<p>Der Notruf erreicht die El Gambio gegen Mitternacht. Abends hatte die Crew der schlanken, vierzehn Meter langen Segelyacht den Anker vor der kleinen Insel Cayo Guano del Este gleich südlich des zur Schweinebucht gehörenden Sperrgebietes fallen lassen, um sich in finsterer Nacht vor dem immer stärker auffrischenden Wind aus West schützen zu können. Nun schlief alles an Bord, so gut das eben geht, wenn der Wind in den Wanten und Stagen sein Lied singt und der Rumpf auf den Wellen tanzt. <span id="more-2130"></span></p>
<p>Nur der Skipper Santiago Perez Linares wacht. Als die Stimme aus dem Bordlautsprecher ertönt, eilt der 46-jährige zum Funkgerät. Ein See-notfall. Linares handelt sofort. Alle Mann an Deck. Routiniert startet der Skipper den Marinediesel, geht Anker auf und nimmt direkten Kurs durch die stampfende See auf das rund neun Seemeilen entfernte Cayo Sal, südlichstes Eiland der Cayos de Dios-Gruppe. Dort liegt die Aruba, ein Segelkatamaran, dessen Besatzung den Notruf abgesetzt hatte. Was war geschehen? Noch auf dem Weg zum hilfsbedürftigen Kat klärt Skipper Linares die verschlafen an Deck taumelnde Crew der El Gambio auf: Die Charter-Mannschaft des Segelbootes vom Typ Fountaine Pajot – Athena 38 war wie die El Gambio bei gutem Segelwetter von Cienfuegos im Südwesten Kubas gestartet.</p>
<p>Beide Yachten wollten möglichst bald die etwa 80 Seemeilen entfernte Marina Marlin auf der südwestlich liegenden, langgestreckten Insel Cayo Largo erreichen, als der Wind stetig auffrischte und die Wellenhöhe zunahm. Statt wie der Monohull einen sicheren Platz zum Ankern zu suchen, wollte die Besatzung des 11,60 Meter über Alles langen Kats Meilen fressen.</p>
<p>Als schließlich feststand, dass auch die Aruba nicht umhin kam, Schutz zu suchen, wählte der einheimische Skipper der Crew das in der Nähe gelegene Inselchen Cayo Sal, an dessen Küste sich die Wellen schäumend brachen, über die der Wind pfiff, der den einzigen auf dem Eiland stehenden Baum, eine Palme, bog. Dann kam, was kommen musste: Der Anker der Aruba slippt. Eine Ankerwache gibt es nicht an Bord. Binnen Sekunden treibt der einen knappen Meter tiefgehende Segelkat, von der Crew unbemerkt, in Richtung eines nahes, dicht unter der Wasseroberfläche befindlichen, scharfkantigen Riffs – und schlägt Leck. Die Schrauben der zwei 18 PS starken Motoren werden beschädigt, und beim Versuch, unter schnell geheißten Segeln doch noch vom Riff freizukommen, rutscht der Kat vollends auf die Korallenbank. Aus dem stolzen Segelschiff Aruba ist binnen kürzester Zeit ein löchriges Wrack geworden, das aufgegeben werden muss. – Dass das Segeln im karibischen Meer südlich Kubas zwischen der Halbinsel Yucatan im Westen, Jamaica im Süden und dem östlich vorgelagerten Hispaniola nicht immer ganz ungefährlich ist, bestätigt auch Adolf Platten.</p>
<p>Seit acht Jahren betreibt der 68-jährige Segler eine von insgesamt zwei auf Kuba ansässigen Yachtcharteragenturen in Cienfuegos, zu der auch die havarierte Aruba zählte. „Kuba ist seglerisch ein sehr anspruchsvolles Revier“, sagt Platten, der im Jahr 2002 den Charterbetrieb mit nur drei Segelbooten auf der größten Karibikinsel begann und 2009 bereits elf Boote vermietet. Schon Alexander von Humboldt beschrieb den Umriss Kubas als Form eines Krokodils – gefährlich und bedrohend. Der drahtige Geschäftsmann sieht das ähnlich: Er begründet die Gefährlichkeit des Reviers mit dem Auftreten von Hurricans in den späten Sommermonaten, teils starken Winden, der spärlichen Betonnung, vor allem aber mit den unzähligen Untiefen und Riffs inmitten des Archipels. Aus diesem Grund erließ Platten für seine Charteryachten auch ein generelles Nachtfahr-Verbot für das Befahren von Riffzonen.</p>
<p>Es sei denn, ein einheimischer Skipper ist mit an Bord – der einfach zum Boot dazugebucht werden kann. Doch selbst dann ist Vorsicht geboten, wie der Fall der Aruba zeigt: Trotz eines erfahrenen Schiffsführers an Bord musste die Crew schließlich abgeborgen werden. Für die Crew der El Gambio begann indes spätestens, als am kommenden Tag der Wind abflaute und der Himmel blaute, ein Traum-Törn vorbei an einsamen Inseln voller unberührter Natur, menschenleeren Stränden, mit Schnorchel- Stopps an artenreichen, intakten Riffen, und vor allem: mit viel kubanischer Lebenslust.</p>
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		<title>Keine Dodos</title>
		<link>http://www.maulbeerblatt.com/2009/06/keine-dodos/</link>
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		<pubDate>Wed, 24 Jun 2009 11:16:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matt Muencheberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unterwegs]]></category>

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		<description><![CDATA[Mauritius, 20°17´S, 057°33´E Dodos, Sega und die Blaue Mauritius. – Gibt es noch mehr zu entdecken rund um die Insel im Indik, zweitausend Kilometer von der afrikanischen Ostküste entfernt? Am besten erkundet man das Eiland mit der wechselvollen Geschichte per Boot. Seinen Namen verdankt der kleine Inselstaat übrigens den ersten holländischen Siedlern, die es im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1978" src="http://www.maulbeerblatt.com/wp-content/2009/05/matt.jpg" alt="" width="460" height="184" /></p>
<p><em><strong>Mauritius, 20°17´S, 057°33´E</strong></em></p>
<p><em>Dodos, Sega und die Blaue Mauritius. – Gibt es noch mehr zu entdecken rund um die Insel im Indik, zweitausend Kilometer von der afrikanischen Ostküste entfernt? Am besten erkundet man das Eiland mit der wechselvollen Geschichte per Boot. Seinen Namen verdankt der kleine Inselstaat übrigens den ersten holländischen Siedlern, die es im 16. Jahrhundert nach ihrem König Moritz von Oranien benannt haben. </em></p>
<p>„<em>Relax. You`re in Paradise</em>“, sagt Taxifahrer Damen Beerbaul auf der Fahrt vom Sir Seewoosa-gur Ramgoolam International Airport zur Basis des einzigen Charterbetriebes, der Mehrtages- Charter anbietet. Die Fahrt geht vorbei an ausgedehnten, sattgrünen Zuckerrohr-Feldern. Im Hintergrund scharfzackige Berge. Schließlich, am westlichsten Stück des Motorways: das Meer. Endlich. Tief durchatmen. Relax. Drei Stunden und etwa sieben Seemeilen später. Zum ersten mal auf unserem Törn durch die Inselwelt des Indiks fallen die Segel. Als der Katamaran vom Typ Lagoon 380 unter Maschine eine schmale Riffdurchfahrt passiert, halten Crew und Gäste für einen Augenblick den Atem an. <span id="more-1977"></span></p>
<p>Die Korallenbänke umschließen in einem großen Oval die Inseln Flat Island und Gabriel Island vor der Nordspitze von Mauritius. Drohend recken sie ihre scharfzackigen Spitzen bis dicht unter die Wasseroberfläche. Nur Skipper Gibet Jude bleibt völlig cool. Konzentriert bedient der Mauritier afrikanischer Abstammung die Hebel der beiden Einbaumaschinen. Ein wenig „<em>tricky</em>“ sei die Passage des nur etwa 12 Meter breiten Tores schon, gekennzeichnet nur durch zwei rostige, verbogene Eisenstangen, gibt der Zweiundvierzigjährige zu. Der Bootsmann liebt das Meer. Und er liebt seinen Job. Auch wenn der ihm nicht mehr als umgerechnet neun Euro am Tag einbringt.</p>

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<p>Kat-Segeln rund um Mauritius hat Vorteile, nicht nur für Segler: Neben der guten Erreichbarkeit auch der verstecktesten Strände und geschützter Lagunen ist es eine leichte Art des Seins, eine zumeist preiswerte und individuelle im Vergleich zu den Hotelneubauten am Strand zudem. Und: Heisst man etwa am Morgen nur früh genug die Segel auf, hat man die schönsten Plätze, etwa auf der Ile aux Cerfs im Osten oder vor der südlich gelegenen Ile aux Benetiers, ganz für sich allein. Zumindest für ein paar Stunden, bevor am Vormittag die Tagescharterboote in die Lagunen einfallen und die Foto- Jagd auf Delfine eröffnen. Das ist überhaupt die beste Zeit auf den Inseln: Kurz bevor die Sonne gegen sechs Uhr aufgeht – bis zu dem Punkt, an dem sie etwa eine handbreit über dem weiten Horiziont steht. Still ist es dann. Und angenehm kühl. Am Strand vor der Mündung des Grande Riviére Noire im Südwesten der Insel schlägt ein Musiker mit einem Holzstab die Bobre, ein über einen Bogen gespanntes Drahtseil mit einer Kalebasse als Resonanzkörper.</p>
<p>Ein anderer schlägt die Ziegenhaut bespannte Ravanne Trommel dazu, fertig ist ein Rhythmus, dem man sich nur schwer entziehen kann, und der eine überdurchschnittliche Beweglichkeit in der Hüfte erfor-dert. &#8211; Hier ist die Sega, der von Emotionen, Erotik und teils ekstatischen Bewegungen dominierte originär mauritische Tanz mit ein wenig Glück noch pur, sprich: spontan, und nicht kommerziell, zu erleben. Von den Booten der afrikanisch-stämmigen Einheimischen klingen andere Melodien: Der Seggae, eine Mischung aus Sega und Reggea. Ja, es gibt noch vieles zu entdecken. Am besten erkundet man das Eiland mit der wechselvollen Geschichte noch einmal&#8230;</p>
<p>Vielleicht, mit etwas Glück, begegnen wir dann auch dem Wahrzeichen von Mauritius, einer der als längst ausgestorben geltenden, volkstümlich Dodo genannten Dronte, einem flugunfähigen, schwanzlosen Vogel, der so plump und rund gewesen sein soll, dass sein Bauch am Boden schleifte.</p>
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