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	<title>Maulbeerblatt &#187; Lypse</title>
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	<description>Das Kulturmagazin für den Berliner Südosten – aus dem Hause elf62.net</description>
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		<title>Das Ende der Scheiß Eiszeit</title>
		<link>http://www.maulbeerblatt.com/2010/04/das-ende-der-scheis-eiszeit/</link>
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		<pubDate>Thu, 08 Apr 2010 10:43:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lypse</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kais kleine Köpenick-Kolumne]]></category>

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		<description><![CDATA[Langsam tauts auf allen Wegen, doch dann nicht mehr, dann kommt Regen, und anstatt „wie neugeboren“, alles wieder zugefroren. Ja, so hats, in letzten Tagen permanent sich zugetragen, Hoffnung kam und Hoffnung ging, nirgendwo der Frühlingling. Derart in der Alltagsmühle, wartend auf Frühlingsgefühle, sucht die Sonne man in sich, hoffnungslos, man find sie nich. Denn, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;">Langsam  tauts auf allen Wegen,<br />
doch dann  nicht mehr, dann kommt Regen,<br />
und anstatt „wie neugeboren“,<br />
alles  wieder zugefroren.<br />
Ja, so  hats, in letzten Tagen<br />
permanent  sich zugetragen,<br />
Hoffnung  kam und Hoffnung ging,<br />
nirgendwo  der Frühlingling.</p>
<p style="text-align: center;">Derart  in der Alltagsmühle,<br />
wartend  auf Frühlingsgefühle,<br />
sucht die  Sonne man in sich,<br />
hoffnungslos,  man find sie nich.<br />
Denn, was  sieht man unterm Eise?<br />
Böller,  oder Hundescheise –<br />
all der  Dreck der Vorsaison<br />
stinkt  und schimmelt auf Beton.</p>
<p style="text-align: center;">Grau  in grau die Straßen liegen,<br />
nass sich  unter Kälte biegen,<br />
Häuserfronten  zittern sich,<br />
durch die  Nächte sicherlich.<br />
Glas wird  rissig oder spröde,<br />
alle  Herzen, trist und öde,<br />
und vom  Warten eingeschneit,<br />
warten  auf die Frühlingszeit.</p>
<p style="text-align: center;">Gibt  man sich der Hoffnung hin,<br />
Licht zu  finden, oder Sinn?<br />
Sonne,  oder Frühlingsblüher,<br />
schöne  Zeiten, so wie früher?<br />
Winter  ist doch auch nur Wetter,<br />
ohne  Sonne, doch ein Netter,<br />
der erst  kam, dann wieder ging –<br />
und jetzt  komm schon, Frühlingling!</p>
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		<title>Sparmaßnahme</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 07:03:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lypse</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kais kleine Köpenick-Kolumne]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt einige Dinge, auf die man getrost verzichten kann. Oder muss! Vielleicht auch sollte… Zum Beispiel diese Kolumne. Zumindest dachte ich das. Aber dann, in einem hellen Moment, wurde mir bewusst, dass es gerade in diesen harten Zeiten wichtig wäre, Konstanten im Leben zu finden, wie eben meine Kolumne, Sinn und Inhalt quasi, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt einige Dinge, auf die man getrost verzichten kann.<br />
Oder muss! Vielleicht auch sollte… Zum Beispiel diese Kolumne.<br />
Zumindest dachte ich das.</p>
<p>Aber dann, in einem hellen Moment, wurde mir bewusst, dass es gerade in diesen harten Zeiten wichtig wäre, Konstanten im Leben zu finden, wie eben meine Kolumne, Sinn und Inhalt quasi, die kleine Erfüllung täglich verdrängter Bedürfnisse … Vielleicht so etwas wie den entscheidenden Denk-Anstoß in die richtige, die alles zum Guten wendende Idee, der eine von Tatendrang durchwirkte Handlung folgt – pammpamm, alles fein! – bescheiden betrachtet, sozusagen.<span id="more-2891"></span></p>
<p>Das alles könnte diese Kolumne doch für euch sein. Oder zumindest für die schönen und wohlhabenden Frauen unter euch, die eine Muse zur bodenlosen Freizeit- und Hobby-Finanzierung suchen. Auf die dicke, hasenschartige Verkäuferin mit dem Geld-zurück-Gesicht bei Kaisers kann ich gerne verzichten. So eine Netzhaut-Peitsche, sag ich euch, die sieht aus wie Hagelschaden in der Fresse, nur durch den Wolf gedreht und seitenverkehrt – aber das nur nebenbei. Auch dieser teigige AOK-Futzie, der mir neulich – aber lassen wir das, ich denke, es kam rüber.</p>
<p>Was ich sagen wollte: Es könnten doch die paar wesentlichen Zeilen Lebensmut sein, die euch helfen, zu wissen, nein, zu verstehen, warum das alles, dieser harte Daseins-Kampf, die beschissenen Nachbarn oder die nässende Pustel im Schritt. Diese ganzen nervigen Konferenzen, U-Bahn-Fahrten oder etwaige ABGABETERMINE!</p>
<p>Also mir ist bewusst geworden, dass ich ohne diese Kolumne auf jeden Fall schlechter dran wäre. Und da ich mich als guten Durchschnitt bezeichnen würde, geht es euch vermutlich ebenso, nur eben ein bisschen schlimmer, weil ich doch ganz schön hart im Nehmen bin.</p>
<p>Spürt ihr schon was? – Man fühlt sich leichter, oder? So inspiriert … Da passiert doch beim Lesen was mit einem, oder? Man will das kleine verstaubte Säckchen mit dem Wagemut packen, das Ränzel voller Kraft-Würstel schnüren, die nie benutzten Sieger- Schuhe für den Auf- und Durchmarsch zum Gipfel unterm Ofen hervorholen, oder? ODER? Jahaaaaaaaaa, nicht wahr?</p>
<p>Und nur, weil es heute vielleicht ausnahmsweise mal bei einem von euch nicht funktioniert hat, höre ich noch lange nicht auf, verstanden? Soweit kommt es noch – ich lasse mir doch das Schreiben nicht verbieten! Ich nicht! Nicht von euch! Verstanden?</p>
<p>– Jetzt erst Recht!</p>
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		<title>Kais kleine Hörkolumne zum Selberlesen Teil 3</title>
		<link>http://www.maulbeerblatt.com/2009/12/kais-kleine-horkolumne-zum-selberlesen-teil-3/</link>
		<comments>http://www.maulbeerblatt.com/2009/12/kais-kleine-horkolumne-zum-selberlesen-teil-3/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 05 Dec 2009 11:21:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lypse</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kais kleine Köpenick-Kolumne]]></category>

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		<description><![CDATA[Neutraler Sprecher: (affektiert) Nachdem es mir durch lächerliche sogenannte (oberaffektiert) „Spezial-Effekte“ beim letzten Mal nicht gelungen ist, eine kleine Zusammenfassung der Ereignisse zu bringen, werde ich mich diesmal durch nichts und niemanden davon abhalten … (plötzlich verängstigt) Hey… was soll denn das? Nimm das… Leg es weg… Bitte! Scharfes Maschinengewehr-Feuer, durchsetzt von abgehackten Schreien und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Neutraler Sprecher:<br />
</strong>(affektiert) Nachdem es mir durch lächerliche sogenannte (oberaffektiert) „Spezial-Effekte“ beim letzten Mal nicht gelungen ist, eine kleine Zusammenfassung der Ereignisse zu bringen, werde ich mich diesmal durch nichts und niemanden davon abhalten … (plötzlich verängstigt) Hey… was soll denn das? Nimm das… Leg es weg… Bitte!<br />
Scharfes Maschinengewehr-Feuer, durchsetzt von abgehackten Schreien und gurgelnden Lauten, dann der dumpfe Aufschlag eines schweren Körpers, das selbe Geräusch wird überlagert vom Schließgeräusch einer Tür, wir sind in altbekanntem Zimmer von Stimme 3</p>
<p><strong>Stimme 3:</strong><br />
(um Ruhe bemüht) Jetzt nochmal langsam. Setz dich… (Schritte, Stuhl rückt) Was heißt das, sie haben… einen Teil von ihm gefunden?</p>
<p><strong>Stimme 4: </strong><br />
Ich… äh… also sie… &#8211; Könnt ich vielleicht einen Schluck… ich meine, hast du was da?</p>
<p><strong>Stimme 3:</strong> (macht genervtes Geräusch) Du weißt wie sehr ich es hasse, wenn du in halben Sätzen sprichst … Schritte, Glas wird eingegossen und klirrend auf Holz abgestellt.</p>
<p><strong>Stimme 4:</strong> Danke… trinkt hastig, Schluckgeräusche werden zu Sendersuchlauf, Schnitt ins Auto von Stimme 1, durchsetzt von hektischem Atmen</p>
<p><strong>Stimme 1:</strong><br />
(verzweifelt, zittrig) Verdammt nochmal … Erst kein Handyempfang mehr, jetzt geht kein Sender mehr rein! Das gibt’s doch nicht! Viele Schritte und Knacken von Ästen wird lauter und kommt nähe, man hört übertriebenen Herzschlag</p>
<p><strong>Stimme 1: </strong><br />
(lauscht) Was zum Teufel … ? Es klopft mehrfach aufs Autodach und gegen die Scheiben, kichert, knacken und rascheln ganz nah, Stimme 1 macht verschiedene erschrockene Laute.</p>
<p><strong>Stimme 1:</strong><br />
(fast vollkommen panisch) Wer ist da?</p>
<p><strong>Stimme 5:</strong><br />
(ganz nah und präsent, sehr tief) HOHOHO! Mit Hohoho (aushallend) Schnitt in Zimmer von Stimme 3 und 4, Stimme 4 beendet gerade einen Satz mit einem kräftigen „Hicks!“</p>
<p><strong>Stimme 3:</strong><br />
Und das ist alles, was du weißt?<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Stimme 4:<br />
</strong> (deutlich angeschickert) Nu, wos sollisch denn no alles wissn? Isch hab dir… Handy klingelt, Schritte von Stimme 3</p>
<p><strong>Stimme 3:</strong><br />
Merk dir, was du sagen wolltest – und erzähl es dann jemanden, den es interessiert… &#8211; Ja, hier Vorbau! Man hört Stimme 1 panisch durchs Telefon schreien, immer wieder durchmengt von HOHOHO´s und tiefem Lachen<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Stimme 1:<br />
</strong>(rufend, durchs Telefon, panisch) Matthias, sie sind überall. Sie sind einfach überall. Ich hab schon Karl verloren… Ich – ah, geh da vom Fenster weg! – Ich … glaub, ich schaffs nicht mit der Kolumne… Sie ist hier, im Auto, aber…<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Stimme 3:<br />
</strong> (betont cool) Ähm, Lypse… Sorry, aber das interessiert mich nicht. Der Praktikant hat gerade erzählt, dass Karl gefunden wurde, mit falschem Bart und …<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Stimme 4:<br />
</strong> (besoffen dazwischen) Un ei klei bisschen bedüdelt…</p>
<p><strong>Stimme 1:<br />
</strong> (immer noch rufend) Matthias, ich … brauch länger, ich … geb alles, was ich kann, aber …<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Stimme 3:<br />
</strong> (plötzlich vollkommen ausrastend, sein wahres Gesicht zeigend, in den Hörer brüllend) Mich interessiert das nicht, hast du verstanden? Kein Weihnachten, nicht das Wohlbefinden irgendwelcher ersetzbaren sogenannten Redakteure oder Kolumnisten – mich interessiert nur mein Blatt! (schreiend) VERSTANDEN? – Also bring mir die verdammte Kolumne! (Stimme kippt ins Hysterische) VERSTANDEN??? Stimme 1 lacht diabolisch und übertrieben lange und teuflisch, wird langsam ausgeblendet, „<em>Jingle Bells</em>“ wird crossgefadet und liegt unter Lache, bis der Herr Chefredakteur (v.i.S.d.P.) der Meinung ist, dass es nun gut ist. Von mir aus auch bis zum nächsten Jahr!</p>
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		<item>
		<title>Die Hörkolumne</title>
		<link>http://www.maulbeerblatt.com/2009/10/die-horkolumne/</link>
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		<pubDate>Thu, 15 Oct 2009 19:17:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lypse</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kais kleine Köpenick-Kolumne]]></category>

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		<description><![CDATA[geht hier nicht weiter, aber sicher demnächst &#8230; Ich wollte eigentlich nur Flaschen wegbringen. Für jemanden wie mich eine alltägliche Angelegenheit. (Deutet das, wie ihr wollt!) Also begab ich mich in den nächstgelegenen EDEKA, in einem kleinen Kacknest, nur 23 Kilometer von dem Kacknest entfernt, in dem wir seit drei Tagen darauf warteten, dass die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>geht hier nicht weiter, aber sicher demnächst &#8230;</strong></em></p>
<p>Ich wollte eigentlich nur Flaschen wegbringen. Für jemanden wie mich eine alltägliche Angelegenheit. (Deutet das, wie ihr wollt!) Also begab ich mich in den nächstgelegenen EDEKA, in einem kleinen Kacknest, nur 23 Kilometer von dem Kacknest entfernt, in dem wir seit drei Tagen darauf warteten, dass die klimatischen Verhältnisse sich unserem Urlaubsbedürfnis anpassten. Ich hatte einen halbvollen Kasten Wasserflaschen und diverse Einzelflaschen dabei – und Hunger. Kein Wunder, wenn man ne Weltreise machen muss, um sich bisschen Käse fürs Brötchen zu kaufen. <span id="more-2388"></span></p>
<p>Nachdem mich die biertrinkenden Dorfältesten vor dem EDEKA kritisch beäugt und schließlich wohlwollend nickend reingelassen hatten (in Vorpommern bestehen die Dörfer übrigens nur noch aus Dorfältesten), stand ich also vor dem erstaunlich modernen Flaschen-Automaten und begann die Flaschen einzeln einzuwerfen. – Dass mir die beiden Laden-Angestellten dabei interessiert zuschauten, brachte ich mit meinem Exoten-Status in Verbindung. Immerhin bin ich unter 50 und kann ohne Gehhilfe stehen.</p>
<p>Sie beobachteten also (eine auf einen Besen gestützt, die andere versunken Schmalzbrötchen hinter der Fleischtheke schmierend), wie ich mich entflaschte und warfen sich zwischendurch wissende Blicke zu, die ich einfach nicht zu deuten wusste, im Bemühen um Entspannung aber auch nicht überbewerten wollte. Als ich den halbvollen Kasten nun Flasche um Flasche in den Automaten entleerte, wurden sie nervöser, die Blicke wissender, die Schmalzbrötchen immer unsauberer geschmiert … Die letzte Flasche aus dem Kasten wurde beinahe ehrfürchtig betrachtet und die Besen-Angestellte trat sogar einen Schritt näher, um zu sehen, ob sie auch wirklich im Automaten verschwand.</p>
<p>Als ich den nun leeren Kasten in den Automaten gab, fingen beide wieder an sehr geschäftig zu tun, denn: Der Automat nahm den Kasten nicht an. Ich versuchte es zwei weitere Male: nix! Ich musste mich nun schon sehr bemühen, die wirklich schwer beschäftigten Angestellten auf mich aufmerksam zu machen, bis mir die Schmalz-Frau zu verstehen gab, dass der Automat eben keine leeren Kästen annehme – und im Übrigen sei es ihnen verboten, leere Kästen anzunehmen. Ich biss mir auf die Lippen, um dem vorlauten Berliner nicht gerecht zu werden, atmete tief ein, nahm meinen Flaschen- Automaten-Bon und den leeren Kasten, um ihn erneut mit Sprudelwasser- Flaschen zu füllen. Ich wollte praktisch denken – und es mir nicht mit der einzigen Lebensmittelquelle in Vorpommern versauen. Als ich fertig eingekauft hatte (im Übrigen gab es kein Salz, eine Sorte Butter und „BIO“ ist hier offenbar noch nicht erfunden), stand ich mit meinem aufs Neue gefüllten Kasten an der Kasse, während die Besen-Frau zu Kassiererin wurde und die Schmalzfrau ihr Schmalzbrettchen und die Brötchen neben der Kasse drapiert hatte, um mich besser beobachten zu können. Fast rechnete ich damit, dass sie mich fragen würden, ob ich etwa den Kasten stehlen wollte, aber es kam anders. Ich wollte gerade meinen Einkaufskorb, ein blaues Monster mit Stützrädern und externem Haltegriff, neben das Warenlaufband stellen, um die bezahlten Waren dort wieder hineinzutun, als ein ohrenbetäubender Lärm losging. Ich zuckte zusammen und sah mich ängstlich um, die Besenfrau, die nun Kassiererin war, tauschte einen neuerlichen Blick mit der Schmalzfrau, bis sie schließlich ein unscheinbares Knöpfchen neben der Kasse drückte. Worauf der Lärm verstummte.</p>
<p>„<em>Alarm!</em>“, sagte sie nur und zeigte auf den Einkaufskorb. „<em>Diebstahlsicherung!</em>“, fügte sie hinzu und die Schmalzfrau schüttelte den Kopf und meinte nur: „<em>Das wusst ich!</em>“ Zu perplex um zu reagieren, gab ich der Kassenfrau 3 Euro Trinkgeld und verließ EDEKA, wie ich sonst nur die Fußpflege verlasse: geduckt! Es hatte auch was Gutes. Wir sind die nächsten vierzehn Tage nur noch Essen gegangen. Davon schreibe ich demnächst mal.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Eine Hör-Kolumne zum Lesen</title>
		<link>http://www.maulbeerblatt.com/2009/09/eine-hor-kolumne-zum-lesen/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Sep 2009 07:38:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lypse</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kais kleine Köpenick-Kolumne]]></category>

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		<description><![CDATA[In einem Zimmer; wir hören das Klacken einer alten Tastatur im Vordergrund, jemand pfeift leise im Rhythmus der Tasten vor sich hin, ein Feuer brennt, eine alte Uhr tickt, draußen prasselt Regen gegen die Fenster und es weht ein starker Wind in der Ferne; er wird immer kräftiger, die Bäume ächzen, Blätter rascheln, wir hören [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>In einem Zimmer; wir hören das Klacken einer alten Tastatur im Vordergrund, jemand pfeift leise im Rhythmus der Tasten vor sich hin, ein Feuer brennt, eine alte Uhr tickt, draußen prasselt Regen gegen die Fenster und es weht ein starker Wind in der Ferne; er wird immer kräftiger, die Bäume ächzen, Blätter rascheln, wir hören Kirchenglocken, die in regelmäßigen Abständen schlagen, immer wieder übertönt vom Regen und Wind; (ca. 20 Sekunden bleibt diese Atmo stehen)/</em></p>
<p><em>/Harter Schnitt mit einem Gong der Uhr, wir sitzen nun in einem Auto, das langsam über Schotter fährt, leise ist das Radio zu hören, es spielt ein Stück von Eric Satie, der Empfang ist schlecht, Regen prasselt aufs Autodach, die Scheibenwischer gehen quietschend, man hört, dass sie hakeln und immer wieder hängenbleiben/</em></p>
<p><strong>*Stimme 1:*</strong> (männlich, ängstlich, halblaut) Müssten wir nicht langsam da sein?</p>
<p><strong>*Stimme 2:*</strong> (männlich, genervt) Das fragst du jetzt zum 20. Mal!</p>
<p><strong>*Stimme 1:*</strong> Na ja, du antwortest ja auch nicht!</p>
<p><strong>*Stimme 2:*</strong> Halt die Klappe und fahr einfach, wir müssen … /Ein lauter Knall, Stimme 1 schreit auf, Wagen wird abgewürgt und kommt zum Stehen, kurze Stille, in der man nur das Radio, die Scheibenwischer, das Atmen von Stimme 1 und den Regen auf dem Autodach hört/</p>
<p><strong>*Stimme 1:*</strong> (zittrig) Verdammt, was war das?</p>
<p><span id="more-2298"></span></p>
<p><strong>*Stimme 2:* </strong>(macht genervten Laut) Ein Reifen, was sonst! /Radio wird abgestellt, Autotür geht auf, Regen wird lauter, Schritte auf Schotter, Atmen von Stimme 1 sehr nah, wir bleiben im Wagen, hören Stimme 2 von weiter weg verhalten fluchen/</p>
<p><strong>*Stimme 2:*</strong> (von weiter weg rufend, gegen den Regen) Wie ich gesagt hab, der Reifen! Vorne links! Wenn du nicht immer fahren würdest wie ein … &#8211; (macht erstauntes Geräusch, plötzlich panisch, schrill rufend) Ach du Scheiße, was ist denn … AAAAAAAAAAAAAHHHHHHHH! /Schrei entfernt sich, bleibt aber präsent, bis er plötzlich abbricht, wir hören das schwere Atmen von Stimme 1/</p>
<p><strong>*Stimme 1:*</strong> (verängstigt) Karl? /Eine längere Pause entsteht, in der der Regen stärker zu werden scheint/</p>
<p><strong>*Stimme 1:*</strong> (lauter, verängstigt) Karl? – Was ist passiert? /Wieder eine Pause, plötzlich durchbrochen von einem knackenden Ast laut im Vordergrund, dann ein Hecheln und ein spitzer Schrei von Stimme 1; wir sind nah bei Stimme 1, die Autotür wird zugeschlagen, wir hören Stimme 1 beinahe panisch atmen/</p>
<p><strong>*Stimme 1:* </strong>(rufend) KARL! – Hör doch auf mit dem Unsinn! /Schwere Schritte und Schnaufen draußen vor dem Auto, Fingernägel, die über Blech kratzen, Stimme 1 fängt an zu wimmern und panisch zu schreien, der Motor des Autos wird angelassen, Schotter wirbelt auf, mit dem Aufheulen des Motors harter Schnitt zurück in die Atmo des Zimmers vom Anfang, ein harter Donner grollt gerade aus; wir hören Schritte auf knarrenden Holzdielen, die offenbar unruhig hin und her gehen, ab und an ein nachdenkliches Geräusch/</p>
<p><strong>*Stimme 3:*</strong> (männlich, wohlklingend, zu sich) Hm, also langsam sollten sie da sein … /Rascheln von Stoff, eine Nummer wird auf einem Handy eingetippt (Tastentöne); harter Schnitt mit dem Piepen der Tastentöne ins Auto von Stimme 1, Tastentöne werden zum Quietschen der Scheibenwischer; Stimme 1 in Panik/<strong> </strong></p>
<p><strong>*Stimme 1:*</strong> (vollkommen aufgelöst) Worauf hab ich mich da bloß eingelassen? /(Schläge aufs Lenkrad) /So eine gottverd… /Klingeln eines Handys würgt Stimme 1 ab, die erschrocken aufschreit /</p>
<p><em>Fortsetzung folgt &#8230;<br />
</em></p>
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