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	<title>Maulbeerblatt &#187; Elias Matt</title>
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	<description>Das Kulturmagazin für den Berliner Südosten – aus dem Hause elf62.net</description>
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		<title>Nostalgie und mehr als Tanz</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Oct 2009 08:19:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elias Matt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Portrait]]></category>

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		<description><![CDATA[Von einem Gespräch mit Janusz de Woyciechowski Ein hagerer älterer Herr mit fast schulterlangem grauen Haar sitzt im Dunkel. Fast nackt. Von Kopf bis Fuß mit weißer Farbe überdeckt. An die Wand projiziert ein Film mit einer klassischen Tanzsequenz, zeigt ihn, vor Jahrzehnten, drahtig, durchtrainiert, als erfolgreichsten Solotänzer seines Heimatlandes Polen. Die Tanzperformance des 67-Jährigen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-2400" title="Janusz" src="http://www.maulbeerblatt.com/wp-content/2009/09/Janusz.jpg" alt="Janusz" width="460" height="296" /></p>
<p><em><strong>Von einem Gespräch mit Janusz de Woyciechowski</strong></em></p>
<p>Ein hagerer älterer Herr mit fast schulterlangem grauen Haar sitzt im Dunkel. Fast nackt. Von Kopf bis Fuß mit weißer Farbe überdeckt. An die Wand projiziert ein Film mit einer klassischen Tanzsequenz, zeigt ihn, vor Jahrzehnten, drahtig, durchtrainiert, als erfolgreichsten Solotänzer seines Heimatlandes Polen. Die Tanzperformance des 67-Jährigen heißt „Nostalgia“ und ist ein leidenschaftlich melancholisches Spiel mit dem Abbild seines Lebens …<span id="more-2380"></span>Ich sitze mit Janusz im Kranhauscafé in Oberschöneweide. Ganz in der Nähe lebt er jetzt. Es ist ein Stück persönliche Geschichte. Ich kenne Janusz seit über zwei Jahren. Das Gespräch mit ihm ist mehr als ein Interview. Und dieses Gespräch wird den Rahmen eines Artikels sprengen. Das ahnte ich. Nun weiß ich es.</p>

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<p>„<em>Nostalgie ist eine Konfrontation mit mir selbst</em>“, sagt er mir. „<em>Es ist ein geistiges Zwiegespräch.</em>“ Im Alter von 14 Jahren im Jahr 1956 verließ er sein Elternhaus in Katowice um Tänzer, Musiker, Schauspieler zu werden. „<em>Wenn ich zu Hause geblieben wäre, wäre ich kein Künstler geworden. Wahrscheinlich wäre ich erdrückt worden. Ich bin weg. Gott sei Dank!</em>“ Janusz erzählt, wie ihn sein Vater angehalten hatte, möglichst bald Geld zu verdienen, als Handwerker oder ähnliches. Ein oft erzähltes Künstlertrauma.</p>
<p>„<em>Ich war ein kleines Kind, 12 oder 13 Jahre alt. Da bin ich immer zum Bauernhof meiner Großeltern in die Ferien gekommen. Da habe ich mich hingelegt ins Gras. Bäume um mich. Und ich habe Wolken beobachtet. Ich habe geweint. Ich habe Musik gehört. Und als ich zu meinen Eltern gekommen bin und zu meinen Geschwistern, habe ich erzählt, dass ich so was erlebt habe. Die haben mich einfach für verrückt erklärt. In meiner Familie war kein künstlerischer Geist. Und dann habe ich gesagt: Ich liebe Euch alle, aber ich muss weg.</em>“</p>
<p>Staatliche Ballettschule in Gdansk. Studium. Klassischer Tanz und Musik. Diplom mit Auszeichnung. Aufbaustudium in Leningrad. Ein Ausnahmetänzer, der sich nicht mehr durch die Hierarchie des klassischen Balletts tanzen musste. Erster Solotänzer auf großer Ballettbühne. Ein Status, den er bis zum Ende seiner Karriere als Berufstänzer nicht mehr verlor. „<em>Ich hatte das Glück, Leute um mich zu haben, die in mir das Potential gesehen haben. Dann kam eine Rolle nach der anderen. Ein Film nach dem anderen. Es war eine Kettenreaktion. Ich habe viel Glück gehabt.</em>“</p>
<p>Eine glatte Karriere. Aber keine kantenlose Persönlichkeit. Ein Mann, ein Künstler mit seinen Schwächen neben der exzellenten Karriere. Wir rauchen, trinken Kaffee.</p>
<p>„<em>Ich habe gelebt</em>“, fasst er mit einem verschmitzten Lächeln und einem listigen Blick aus seinen lebendigen Augen zusammen, als wir darauf kommen, dass er wegen einer Liebesgeschichte einmal von einer Schule flog. Aber er breitet solche Geschichten nicht aus. Meistens geht es ihm um Kunst. Er gehörte zu den polnischen Pionieren des Tanztheaters, erklärt er mir nüchtern. Arbeit in Westeuropa gehörte dazu und künstlerische Entfaltung in seinem Sinne.</p>
<p>„<em>Ich habe die Möglichkeit gehabt, im Kommunismus gut zu leben. Man durfte nicht viel, wegen der Zensur. Uns war das egal. Weil wir kein politisches Theater gemacht haben. Es ging mehr um ästhetische Dinge.</em>“</p>
<p>Er spricht von Ästhetik. Und ich erinnere mich an ein preisgekröntes Tanzfilmdokument aus der Karriere des Janusz de Woyciechowski. Wann spricht man unbefangen von einem „<em>schönen</em>“ Mann? Janusz war es. Als er wie ein Traumbild in der Sahara tanzte. Als wäre er tatsächlich eine Sagenfigur. Und ich schaue um so genauer auf den nun 67-Jährigen Mann und auf die Zeit.</p>
<p>„<em>Wenn du in der Ballettschule bist, bist du auch eitel. Im Spiegel lernst du Schönheit mit dem Körper darzustellen. Perfektion. Das ist Ballett. Das ist Tanz. Das heißt, du wirst erzogen zum eitlen Menschen. Ich kann nicht sagen, ich bin nicht eitel. Von der Eitelkeit habe ich mich befreit, als ich aufgehört habe zu tanzen. Aber ich bin froh darüber, dass es so gekommen ist.</em>“</p>
<p>Seine weiteren Lebensstationen rücken in den Hintergrund des Gesprächs. Choreograf, Regisseur, der Weg nach Deutschland. Wir sprechen über das Künstlersein, Melancholie und über das Alleinsein bei allem, was das Leben hergegeben hat bis ins fortschreitende Alter.</p>
<p>„<em>Viele Menschen haben Angst vor dem Alleinsein, vor Melancholie. Kreative Menschen oder Künstler haben davor keine Angst. Sie brauchen kein Mitleid. Ich weiß, wenn ich jetzt älter werde, kommen Beschwerden. Die können psychisch sein. Die können physisch sein. Ich möchte mein Leben und die Zeit, die mir bleibt, genießen mit meiner Nostalgie und meiner Melancholie. Und ich möchte glauben, dass noch etwas kommt, was mich überrascht.</em>“</p>
<p>Wenige Tage nach unserem Gespräch bin ich in Polen, fahre auf Gdansk zu. Ein Zufall. Ich denke an Janusz und an unser Gespräch und unsere gemeinsame Geschichte.</p>
<p>„<em>Ich glaube, dass Du daraus eine wahre Geschichte machst</em>“, sagte er am Ende. Eine wahre Geschichte von Janusz de Woyciechowski. Wie wahr ist eine Geschichte, wenn sie nur einen Bruchteil der Wahrheit und einer Geschichte wiedergeben kann? Ich habe es versucht. Ein Fragment. Und zumindest weiß nun mancher, dass Janusz unweit von uns lebt. Und vielleicht sieht man ihn irgendwo auf einem Klavier spielen.</p>
<p>Oder allein, lächelnd, zufrieden mit sich und seiner Nostalgie.</p>
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		<title>Siebente Posaune -Sodom und Gomorrha -Woodstock</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Jul 2009 16:55:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elias Matt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zeitreisen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein paar Zeilen des Gedenkens und Erinnerns sind angebracht. An eine Zeit, in der noch Revolution durch einen Lebensstil in der Luft lag, in der Musik noch Revolution war, in der das Ausbrechen aus Konventionen noch Hoffnung gemacht hat. Im Sommer vor 40 Jahren pilgerten etwa eine Million Menschen zu einer Farm in Bethel im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-2168" src="http://www.maulbeerblatt.com/wp-content/2009/07/head.jpg" alt="" width="460" height="189" /></p>
<p><em>Ein paar Zeilen des Gedenkens und Erinnerns sind angebracht. An eine Zeit, in der noch Revolution durch einen Lebensstil in der Luft lag, in der Musik noch Revolution war, in der das Ausbrechen aus Konventionen noch Hoffnung gemacht hat.</em></p>
<p>Im Sommer vor 40 Jahren pilgerten etwa eine Million Menschen zu einer Farm in Bethel im amerikanischen Bundesstaat New York. Etwa eine halbe Million davon kamen wirklich an, erwartet wurden ursprünglich 60.000. Beim „Woodstock Art and Music Festival“. Und es wurde mehr als ein Festival. Es wurde der ultimative Höhepunkt der Hippiebewegung und des Rock ’n’ Roll mit allen Facetten, die diese Bewegung ausmachte, manifestiert in einem Wort, das heute nicht mehr nur für eine Gegend steht, sondern für die bezeichnende Zusammenfassung dieser revolutionären Zeit – WOODSTOCK.</p>
<p><span id="more-2126"></span></p>

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<p><em>Bildquelle: <a href="http://www.life.com/">Live Magazin</a></em></p>
<p>Dabei hatten, dem unbeschreiblichem Chaos geschuldet, einige Heroen der Rockszene zum Teil einen der schwächsten Auftritte ihrer Karriere. Dazu gehört Janis Joplin, die Aufzeichnungen ihres Auftrittes in die Versenkung schickte. Die Organisation lief aus dem Ruder. Niemand hatte so was je erlebt. Anderen gelang mit ihren Auftritt eine Sternstunde der Rockgeschichte. Wie Santana, Joe Cocker und vor allem Jimi Hendrix.</p>
<p>Zügellosigkeit, Kontrollverlust, Drogen, Sex, Dreck. Dem bürgerlichen Kleingeist muss dieses einzigartige, dann auch noch fast im Regen ersaufende Festival noch heute als das Ebenbild von Sodom und Gomorrha, der Klang der siebenten Posaune und einer neuen nahenden Sintflut in einem gelten.</p>
<p>Niemals in der Menschheitsgeschichte des Abendlandes war man der totalen Anarchie und der endgültigen Umwälzung aller Werte so nah. Von da an pegelte sich die Menschheit über die Jahre, noch durch berauschende siebziger Jahre hindurch, wieder langsam auf Mittelmaß ein. Geplatzte Träume bleiben zurück und Söhne und Töchter im Businesslook belächeln ihre Väter und Mütter, die nur noch ihre Legenden pflegen. Oder junge Musiker und Modeströmungen nehmen noch etwas Retro Chic davon auf.</p>
<p>Aber die Menschheitsgeschichte braucht ihre Legenden. Und so können wir beherzt sagen: Woodstock lebt! Irgendwo in zahlreichen Menschen. Und es gehört zu unserer wundervollen Geschichte.</p>
<p>Was davon übrig ist, sollte man laut leider unkonkreter Medienberichte erleben können, wenn in diesem Sommer „Woodstock“ – wie tatsächlich geplant – nach Berlin-Tempelhof (!) kommen würde. Mit Altstars dieses Ereignisses wie Joe Cocker, Santana, The Who, Neil Young &amp; the Crazy Horse, Joan Baez und anderen. Organisiert vom Original-Woodstock-Macher Michael Lang. Aber vielleicht bleibt eben doch nur die Legende … Woodstock war vor 40 Jahren.</p>
<p>Eine lohnende Anregung zum Jubiläum: Räucherkerzen anzünden, Ausziehen, den Woodstockfilm einlegen … und Liebe machen. Und dabei herausfinden, was es wohl war – Woodstock. Traut Euch!</p>
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		<title>Derrick ist tot.</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Dec 2008 21:01:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elias Matt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das „Derrick“ tot ist, kann man natürlich so nicht sagen. Obwohl es keinen Schauspieler gibt, der so sehr die Person ist, die er immer gespielt hat. Horst Tappert, der Mann, der „immer“ Derrick war, ist im Alter von 85 Jahren gestorben. Und mit ihm stirbt ein Stück von der Symbolträchtigkeit, die für das Wohlstandsdeutschland, der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das „Derrick“ tot ist, kann man natürlich so nicht sagen. Obwohl es keinen Schauspieler gibt, der so sehr die Person ist, die er immer gespielt hat. Horst Tappert, der Mann, der „immer“ Derrick war, ist im Alter von 85 Jahren gestorben.</p>
<p>Und mit ihm stirbt ein Stück von der Symbolträchtigkeit, die für das Wohlstandsdeutschland, der Nachkriegsjahrzehnte bis in die Achtziger Jahre hinein stand und in den Neunzigern schon nur noch anachronistisch wirkte. Er könnte die ultimative Übervaterfigur gewesen sein, die man als Sohn oder Tochter als Trauma ein Leben lang abzuschütteln versucht. Der einem mit seinem ständigen verblüffenden Rechtgehabe und seiner unverschämten Ruhe und Disziplin zum Rasen bringen konnte. Und gerade weil er somit für das gewisse Deutschtypische stand war er wohl der größte Exportschlager der deutschen Unterhaltungsindustrie.</p>
<p><span id="more-938"></span></p>
<p>Natürlich stand er wohl immer früh auf, war pünktlich, hatte seine Rolle perfekt einstudiert. Und immer strahlte er, in gepflegtem Grau gekleidet, die Sicherheit aus, die einem denken ließ: Der macht das schon. Vielleicht befriedigte er so die wichtigsten Grundbedürfnisse des gemeinen gutbürgerlichen Zuschauers. Umberto Eco nannte es, sich in einem (übrigens hervorragenden) Essayband ebenfalls auf Derrick beziehend, die “Leidenschaft für das Mittelmaß”. Was es auch sei, aber: Ehre, wem Ehre gebührt! Hat es ein Mensch geschafft in 24 Jahren, 221 mal Millionen von Menschen für zirka 90 Minuten einzulullen, dann hat er ein Lebenswerk vollbracht.</p>
<p>Und so kann er sicher in Frieden ruhen. Darüber hinaus bleibt ja noch die Möglichkeit, ihn zur Kultfigur zu stilisieren. &#8230;<br />
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/ucRwVn1Q-Z4&amp;hl=de&amp;fs=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/ucRwVn1Q-Z4&amp;hl=de&amp;fs=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object><br />
<em>Am Samstag ab 23 Uhr zeigt das ZDF im Gedenken an Horst Tappert drei Episoden von „Derrick“.</em></p>
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		<title>Ein Stück Genesis</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Dec 2008 09:10:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elias Matt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Maulbeertipp]]></category>

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		<description><![CDATA[Ray Wilson in Friedrichshagen Der spektakulärsten Teil seiner Musikerkarriere begann sicher, als die Musikerlegenden Mike Rutherford und Tony Banks anfragten, ob er nicht bei ihnen singen könnte. Eine der größten und einflussreichsten Bands der Welt sollte einen Neustart wagen, nachdem ihr langjähriger Sänger Phil Collins die Band verließ. Die neue Stimme von Genesis wurde Ray [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-915" title="ray wilson" src="http://www.maulbeerblatt.com/wp-content/2008/12/raywilson4.jpg" alt="" width="460" height="509" /></p>
<p><em><strong>Ray Wilson in Friedrichshagen</strong></em></p>
<p>Der spektakulärsten Teil seiner Musikerkarriere begann sicher, als die Musikerlegenden Mike Rutherford und Tony Banks anfragten, ob er nicht bei ihnen singen könnte. Eine der größten und einflussreichsten Bands der Welt sollte einen Neustart wagen, nachdem ihr langjähriger Sänger Phil Collins die Band verließ. Die neue Stimme von Genesis wurde Ray Wilson.<br />
<span id="more-824"></span></p>
<p>Seine professionelle Karriere begann der in Schottland geborene Musiker aber im Jahr 1993 mit der Band Guaranteed Pure. Dieses Kapitel endete in einem finanziellen Desaster. 1994 wurde er Sänger der Band Stiltskin. Ihre Single „Inside“, damals die Musik zu einem Levi’s-Werbespot, wurde ein europaweiter Hit und für Ray Wilson zum Wegbereiter seiner weiteren Karriere. Doch auch dieses Glück hielt nicht an. Die Band löste sich auf. Dann traf ihn die Riesenmaschinerie Genesis. Mit Genesis nahm er das 1997 erschienene Album „Calling All Stations“ auf und es folgte eine Europatournee. Ob dies Fluch oder Segen für Ray Wilson bedeuten sollte, lässt sich nicht klar beantworten.</p>
<p>Es war zum einen die vielleicht wichtigste Zeit seiner Karriere. Aber zum anderen wurde er mit einer Dimension des Musikbusiness konfrontiert, die ihm bisher völlig fern lag. Fakt ist: Er machte seine Sache gut. Im Schatten der Legenden Peter Gabriel und Phil Collins erreichte er die offenen Ohren der Genesis- Fans und verabschiedete sich vor grandioser Kulisse wieder von diesem Riesenunternehmen. Geblieben ist, dass er sich mit seiner Zeit bei Genesis voll und ganz identifiziert. Inzwischen wieder mit seiner Band auf Solotourneen durch kleinere Hallen und Clubs, gehören Klassiker von Genesis immer wieder zum Repertoire seiner erstklassigen Konzerte. Die spielt er im soliden Rockgewand oder in kleinerer Besetzung akustisch in seinen bis zu zweistündigen Shows. Die Macht und Profitorientierung der Mammutmusikindustrie hat er hinter sich gelassen. Neben Bandprojekten erscheint im Herbst sein neues Album „Propaganda Man“. Und er tut das, was er an Musik am wichtigsten findet: spielen, spielen, spielen. Sein Gastspiel in Köpenick dürfte zu den herausragenden Musikereignissen der Region gehören. Am 20. Dezember spielt Ray Wilson im „<a href="http://www.alter-ballsaal.de">Alten Ballsaal</a>“ in Friedrichshagen.</p>
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		<title>Mehr als nur Songs</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Oct 2008 09:47:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elias Matt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Maulbeertipp]]></category>

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		<description><![CDATA[Kat Frankie Wenn ab September der Kinofilm „Berlin Song“ Premiere hat, wird sicher eines passieren: Auch eine junge australische Künstlerin wird sich in die Herzen vieler Zuschauer singen und spielen. Der Regisseur Uli M. Schueppel portraitiert in seinem Dokumentarfilm sechs Musikerinnen, ihre Sicht auf die Stadt zeigend, ihren Berlin Song präsentierend. Eine von ihnen ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Kat Frankie</em></p>
<p>Wenn ab September der Kinofilm „Berlin Song“ Premiere hat, wird sicher eines passieren: Auch eine junge australische Künstlerin wird sich in die Herzen vieler Zuschauer singen und spielen. Der Regisseur Uli M. Schueppel portraitiert in seinem Dokumentarfilm sechs Musikerinnen, ihre Sicht auf die Stadt zeigend, ihren Berlin Song präsentierend. Eine von ihnen ist Kat Frankie. In wenigen Wochen steht sie in Köpenick auf der Bühne &#8230;<span id="more-566"></span> Kat Frankie ist in der Nähe von Sydney aufgewachsen und schrieb bereits seit frühester Jugendzeit Songs, die jeden überzeugen mussten, dass man es bei ihr mit einem großen Talent zu tun hat. Inzwischen lebt sie seit etwa vier Jahren in Berlin und ist mit ihrem ersten Album sowohl in ihrer Heimat Australien als auch hierzulande prompt zur Oberliga der jungen Sänger- und Songschreiber- Szene aufgestiegen. Neben fast ausschließlich guten und sehr guten Kritiken fast aller Rezensenten gelang ihr aber der Höhepunkt der Anerkennung, als das Oberfachmagazin der internationalen Rock und Popszene ihr Album mit fünf Sternen bewertete, eine Ehre, die selten einem Debütalbum beschert ist. Nicht zuletzt ergreift Kat Frankie ihr Publikum aber von der Bühne aus. Vor allem ihre Auftritte gehören zu den Höhepunkten der boomenden Singer &amp; Songwriter- Szene. Egal ob minimalistisch akustisch oder mit Band greift sie das klassische Handwerk der großen Songschreiber mit Folkwurzeln auf und schüttelt aber durch ihre frische Lebendigkeit den Muff vergangener Joni-Mitchell-Bob-Dylan- Romantik ab. So erreicht sie den verklärten Alt-Hippie genauso, wie eine junge Generation aufmerksamer Hörer, die von High Tech Pop ermüdet ist. Am 7. November spielt sie unter anderen neben Allan Taylor aus England bei der „SONGWRITER’s NIGHT Nr. 5“ im Theatersaal der „freiheit fünfzehn“.</p>
<p>Aktuelles Album „Pocketknife“ (Solaris Empire)<br />
<a href="http://www.myspace.com/ soundslikekatfrankie"> www.myspace.com/ soundslikekatfrankie</a></p>
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