Immer noch Berliner Luft
Online veröffentlicht am 10. März, 2010 von KOB
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Hey Freunde…! Ich sagte doch letztens „1 Spiel verlieren und 3 gewinnen!“ Haben wir uns da irgendwie mißverstanden oder welche Taktik steckt dahinter? Ja, ich weiß. Alles kein Grund zur Panik, wir sind immer noch unter den ersten 10 Teams der Liga und von den versprochenen 40 Punkten sind wir nur 10 Punkte entfernt, das dürfte zu schaffen sein. Aber was man hat, das hat man, der Ball ist rund, das Leder hart, das Runde muß in das Eckige und die Rudi-Rufe hat es früher nur für Uwe Seeler gegeben und doch dünkt es mich, mal wieder ein bis fünf Törchen sehen zu wollen. Soll ja vorkommen, dass bei einem Fußballspiel auch mal welche fallen, sei es auch nur aus Zufall. Mehr lesen
Großbrand im Eurotower
Online veröffentlicht am 9. März, 2010 von Anja von Friedrichshagen
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Das ehemalige „Kulturhaus Erich Weinert“ an der Wuhlheide in Berlin-Köpenick ist in der Nacht zum Sonntag vollständig ausgebrannt.
Um kurz nach 1 Uhr erreichte die Meldung über starke Rauchentwicklung sowie Flammenbildung in dem leerstehenden Gebäude an der Wuhlheide die Feuerwehr. Als die Feuerwehrmänner kurze Zeit später am Brandort eintrafen, standen bereits der große Saal sowie mehrere Geschosse in Flammen. Wenig später stürzte auch der gesamte Dachstuhl ein. Ein Feuerwehrmann wurde leicht verletzt ins Krankenhaus Köpenick gebracht. Der Großeinsatz, an dem über 40 Feuerwehrmänner beteiligt waren, dauerte mehrere Stunden. Die Polizei geht von Brandstiftung aus; Ermittlungen wurden eingeleitet.
1952 eingeweiht, fanden im „Kulturhaus Erich Weinert“ zu DDR-Zeiten Tanzveranstaltungen und kulturelle Ereignisse statt. Von 1990 bis 2001 wurde das Gebäude bekannt als Diskothek „Eurotower“, deren Namen es bis heute trug. In den vergangenen Jahren fanden dort Thai- und Kickboxwettmeisterschaften statt bis es zuletzt leer stand und saniert werden sollte.
Bilder vom Brand finden Sie hier.
Von der Norm zum Buch
Online veröffentlicht am 8. März, 2010 von Marcel Piethe
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Deutschlands große neue Bibliothek in Friedrichshagen
Es scheint überflüssig zu erklären, dass Friedrichshagen im Allgemeinen und mancher Friedrichshagener im Speziellen eine ganz eigene Verbindung zu Büchern und damit zur großen weiten Welt hat – und das nicht nur, weil es hier vor mehr als hundert Jahren einen illustren Dichterkreis gab und man in neuerer Zeit nun noch Dichter.dran an all der großen Literatur ist. Allein: Diese Tatsachen scheinen es nicht zu sein, was die Stiftung Preußischer Kulturbesitz vor geraumer Zeit bewogen hat, den Entschluss zu fassen, für ihre aus allen alten Nähten platzenden Archiv- und Lagerräume Erweiterung zu schaffen.
Auf einem Arial des ehemaligen Amtes für Standardisierung, Messwesen und Warenprüfung der DDR, kurz ASMW, wo bis 1990 Teile des Bereichs Messwesen ihr Zuhause hatten, entsteht in den kommenden Jahren eine „Speicherstadt“, die künftig einer der größten Bibliotheksstandorte Deutschlands werden soll. Mehr lesen
Scheißzeichnung
Online veröffentlicht am 6. März, 2010 von Franz Zauleck
in der Rubrik Galerie | Kommentieren

Über Frank Leuchte
Denke ich an Frank Leuchte, fällt mir folgende Geschichte ein: Mitte der Achtzigerjahre treffe ich ihn, den verehrten und bewunderten Kollegen, auf der Schönhauser Allee. Leuchte sagt streng: „Ich habe eine Scheißzeichnung von dir gesehen.“ „Scheißzeichnung?“, frage ich erschrocken. „Ja“, sagt er lachend, „Scheiße, dass ich sie nicht gemacht habe.“ Anerkennung wird doppelt süß, wenn sich der berufene Kritiker zum eigenen Neid bekennt. Ich erinnere mich, dass ich versuchte auf gleichem Niveau zurückzuloben. Es ist mir damals nicht gelungen. Diese Episode ist typisch für den Satiriker Frank Leuchte, der alles andere war als ein Spaßmacher. Frank Leuchte war ein zeichnender Philosoph, der 1942 in Graupa zur Welt kam. Er absolvierte ein technisches Studium in Dresden und arbeitete sich mit sächsischer Energie sukzessive an den erträumten Künstlerberuf heran. Manche Namen verführen zu billigen Wortspielen. In Leuchtes Fall ist die Analogie zutreffend. Er war nicht nur ein großartiger Zeichner, der zielsicher zu einer gültigen Form fand. Er war auch ein Philosoph, bei dem Heiterkeit und Melancholie so ideal verflochten waren, wie nur bei den Großen seines Fachs. Auf die Zeit der Wiedervereinigung war er – so schien es – gut vorbereitet. Die feinsinnig-hintergründigen Kommentare zu diesem gigantischen Unternehmen sprudelten mit großer Leichtigkeit aus ihm heraus. Das schönste Blatt zum Mauerfall – kennt es jemand? – zeigt zwei trojanische Pferde beiderseits der Mauer. Das hat nur er gekonnt. 1992, Frank Leuchte war gerade 50 Jahre alt geworden, ist er gestorben. Dass ihm so wenig Zeit blieb, hatte niemand geahnt.
Sparmaßnahme
Online veröffentlicht am 4. März, 2010 von Lypse
in der Rubrik Kais kleine Köpenick-Kolumne | Kommentieren
Es gibt einige Dinge, auf die man getrost verzichten kann.
Oder muss! Vielleicht auch sollte… Zum Beispiel diese Kolumne.
Zumindest dachte ich das.
Aber dann, in einem hellen Moment, wurde mir bewusst, dass es gerade in diesen harten Zeiten wichtig wäre, Konstanten im Leben zu finden, wie eben meine Kolumne, Sinn und Inhalt quasi, die kleine Erfüllung täglich verdrängter Bedürfnisse … Vielleicht so etwas wie den entscheidenden Denk-Anstoß in die richtige, die alles zum Guten wendende Idee, der eine von Tatendrang durchwirkte Handlung folgt – pammpamm, alles fein! – bescheiden betrachtet, sozusagen. Mehr lesen
Der Maulbeer-Spot auf der 14. Videonale
Online veröffentlicht am 28. Februar, 2010 von Maulbeermann
in der Rubrik Aktuell | Kommentieren
Mann: Martin Neuhaus
Frau: Johanna Falckner
Regie: Matthias Vorbau
Assistent: Eric Kläffling
Story und Musik: Jörn Paschke
Kamera: Thomas Kasper
Ton: Thomas Kasper
Platzierung: 9 (oder so)
Gerichtsurteil zur Schwimmsteganlage am Frauentog
Online veröffentlicht am 25. Februar, 2010 von Anja von Friedrichshagen
in der Rubrik Aktuell, Lebensräume | Kommentieren

Der Bau einer Schwimmsteganlage in der Nachbarschaft des Köpenicker Schlosses ist gestoppt. Am ‚Frauentog’, einer Ausbuchtung der Dahme, die westlich durch die Schlossinsel, nördlich durch die Altstadt von Köpenick und östlich durch den sog. Fischer-Kiez begrenzt wird, wollte das Bezirksamt Treptow-Köpenick von Berlin auf einer Länge von ca. 190 m und einer Breite von ca. 4 m eine Schwimmsteganlage mit 30 Gastliegeplätzen für den Wassertourismus errichten. Mehrere Anwohner aus dem Fischer-Kietz hatten sich gegen die dem Bezirksamt Treptow-Köpenick von Berlin von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung erteilte wasserbehördliche Genehmigung gewandt und sich auf schwerwiegende Bedenken berufen, die sowohl die oberste Denkmalschutzbehörde, die Landesarbeitsgemeinschaft für Naturschutz e.V. als auch das Fischereiamt gegen das Vorhaben erhoben hatten. Zudem befürchteten die Anwohner bei Nutzung der dreißig Bootsliegeplätze nachhaltige Belästigungen durch Lärm und Schmutz. Mehr lesen
Ein Perfektionist auf Touren
Online veröffentlicht am 24. Februar, 2010 von Bettina Slomka
in der Rubrik Interview | Kommentieren

Ende der 70er Jahre gründete David Knopfler die Dire Straits und feierte mit seinem Bruder Mark Knopfler große Erfolge weltweit.
Wie viele Alben hast du bisher aufgenommen? Welches ist deine Lieblingsplatte und warum?
Knopfler: Wenn ich die Dire Straits dazu zähle und die diversen Sachen, die ich für andere Künstler oder Filme machte, nicht dazu zähle, komme ich auf 13 Alben: drei mit den Dire Straits und zehn Solo-Alben. Ich habe keinen wirklichen Favoriten, aber ich habe eine Vorliebe für „Wishbones“ (CD Paris 8), da es das erste Album war, bei dem ich ein Orchester und viele echte akustische Instrumente wie wirkliche Pianos, akustische Gitarren und qualitativ hochwertige Studios einsetzen durfte. Diese Möglichkeiten werden heutzutage immer unerschwinglicher für Künstler wie mich.
Seit wann spielst du zusammen mit deinem Lead-Gitarristen Harry Bogdanovs? Wie habt ihr euch kennengelernt? Mehr lesen
Alles in Bewegung
Online veröffentlicht am 23. Februar, 2010 von Sebastian Koepcke
in der Rubrik Aktuell | Kommentieren

“Die Koalition hat bereits viel auf den Weg gebracht” bescheinigt sich die große Bärin nach den ersten hundert Tagen, rollt auf die Seite und hält weiter ihren Winterschlaf. Durch seinen extremen Gewichtsverlust plötzlich aufgeschreckt, scheint ihr kleiner warmer Bruder seine Betriebstemperatur nur noch mit sozialer Kälte regulieren zu können. Wie im Fieberwahn erblickt der Geistus Maximus der Gelben Zwerge spätrömische Dekadenz unter Arbeitslosen und allenthalben das Gespenst des Sozialismus. Und was treiben die wahren Asozialen unserer Republik? Nach dem Ankauf von Schweizer Bankdaten wägen sie in aller Eile die Vorteile einer Selbstanzeige. Rot und Grün können indes frohlocken. Das jüngste BGH-Urteil gibt ihnen Recht. Hartz IV, das Kernstück ihrer Regierungszeit, ist mit der Menschenwürde nicht vereinbar, aber allemal ein willkommener Anlass, um von den Nachfolgern lautstark mehr Gerechtigkeit zu verlangen. Währenddessen wandelt sich unser jahrelanger Friedenseinsatz zu einem “bewaffneten Konflikt im Sinne des Völkerrechtes“. Weiterhin geht es darum, afghanischen Mädchen den Schulbesuch zu ermöglichen. Man muss sich jedoch fragen, ob die Bundeswehr nicht ebenso dringend an der Heimatfront gefordert wäre, um die Unversehrtheit kleiner Jungen an katholischen Lehranstalten zu gewährleisten. So ist alles in Bewegung. So ist alles wie immer. Das politische Deutschland steht da, wie der Eispeter in der denkwürdigen Geschichte von Wilhelm Busch – weit draußen auf dünnem Eis, in dynamischer Bewegung erstarrt. Von all dem unbenommen haben wir uns auf den Weg gemacht, um im aktuellen Maulbeerblatt staunenswertes von nah und fern zu berichten. Mit den Nachkommen des Königs von Albanien stürzen wir uns in das Karussell des Lebens, wobei eine Achterbahnfahrt mit Fünffach-Looping wohl eine bessere Beschreibung wäre. Wir versuchen den Zauber des Wrestlings zu ergründen, in dem womöglich der Schlüssel zu einer friedlichen Welt zu finden wäre. Ein leckeres Kochrezept rundet das Menü und bringt in letzter Konsequenz auch die Verdauung in Schwung. So bleibt auch bei uns – alles in Bewegung!
Mi´kmaqs Land
Online veröffentlicht am 22. Februar, 2010 von Matt Muencheberg
in der Rubrik Unterwegs | Kommentieren

Travel Ostkanada
Niemand weiß mit Bestimmtheit zu sagen, wie viele zusammenhängende Wasserflächen es im Dreieck zwischen South Shore, Yarmouth und den Acadian Shores sowie dem Fundy Shore und dem Annapolis Valley in Süd-Neuschottland tatsächlich gibt, nur gut sechs Flugstunden von Frankfurt und eine Mietwagentour von weiteren drei Stunden ab Halifax, der Hauptstadt Nova Scotias, entfernt. „Das alles ist uraltes Indianerland“, sagt Andrea Wegerer. In den maritimen Provinzen Kanadas seien die Mi‘kmaq der dominierende Stamm gewesen, lernen wir. Man vermute, dass sie schon vor dem 16. Jahrhundert von Norden her eingewandert seien, sagt die aus Ulm stammende junge Deutsche. Mi´kmaq, das bedeute soviel wie Verbündete. Zusammen mit ihrem Freund und Verbündeten Tim Atkins hat sich Wegerer mitten in der Wildnis, nur etwa sechs Kilometer vom Kejimkujik- Nationalpark vor 14 Jahren preiswert ein größeres Stück Land gekauft, genau dort, wo der wildromantische Mersey-River in den stillen Harry-See mündet. Davor, etwas im Wald versteckt, fügen sich heute urige Holzhäuser harmonisch in die naturbelassene Wildnis. „Die Indianer haben sich damals mit ihren robusten Canoes die unzähligen Gewässerflächen entlang bis hinunter zur Eastcoast bewegt“, auch auf dem Mersey River seien sie unterwegs gewesen, erklärt Andrea Wegerer, das sei inzwischen längst nachgewiesen. Geschickte Kanubauer sollen die Mi‘kmaq gewesen sein. Funde haben bewiesen, dass ihr Kanu aus Birkenrinde bestanden hat, acht bis zehn Fuß (2,45 m – 3,05 m) lang war und so geräumig gewesen sein muss, dass ein einzelnes Boot einen vollständigen Haushalt von fünf oder sechs Personen mit schwerem Gepäck aufnehmen konnte. Mehr lesen
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