Otto Witte, der König von Albanien

Online veröffentlicht am 8. Februar, 2010 von Ni Gudix
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Seit 2002 ist das Spreepark-Areal Brachland. Früher befand sich dort ein Rummelplatz. Schon zu DDR-Zeiten und nach der Wende hatte der Schausteller Norbert Witte dort den größten Rummel im vereinigten Deutschland betreiben wollen. Größenwahn? Nein, nur Visionen. Das lag ihnen schon seit Generationen im Blut, den Wittes. Norberts Großvater schon hatte es seinerzeit bis zum König von Albanien gebracht. Die Geschichte der Schaustellersippe Witte ist eine spannende Abenteuergeschichte; sie tickten immer ein wenig anders, hatten immer ein wenig andere Träume und suchten immer etwas mehr Freiheit, fielen aber dafür auch immer etwas heftiger auf die Schnauze…

Allerdings: Die Kunst beim Auf-die-Schnauze-Fallen ist dasWiederaufstehen. Und darin bestand schon das wesentlichste Talent des Großvaters des späterenSpreepark-Impresarios: Otto Witte.

Berufe vererben sich. Nicht nur äußerlich, wenn der Vater dem Sohn sein Geschäft vermacht. Sondern innerlich. Ein Arztsohn muss nicht unbedingt selbst auch Arzt werden; aber häufig wird er es doch. Warum? Vielleicht weil er die Charaktereigenschaften des Vaters geerbt hat, die eben diesen dazu brachten, Arzt zu werden: Freundlichkeit etwa, Einfühlvermögen, eine ruhige Hand. Dies ist oft wichtiger als das, was der Sohn dann im Medizinstudium lernt.Beim Schausteller- Beruf kommt es noch mehr als anderswo auf die Charaktereigenschaften an, auf Zähigkeit, Risikobereitschaft, Schläue und eine robuste seelische wie körperliche Gesundheit. Denn trotz seines wolkig-diffusen Images von „Freiheit“ und „Abenteuer“ ist so ein Leben als fahrender Gaukler ein ganz schön hartes. Armut, Entbehrungen, Heimatlosigkeit gehören dazu, und wer das durchhalten will, muss mehr aufweisen als nur Träumereien. Otto Witte, Norbert Wittes Urgroßvater, wusste das. Aber er hatte es im Blut: sich durchboxen, sich durchschlagen, auf dem Rand der Klippe tanzen, runterfallen und immer wieder aufstehen. 1871 wurde er in Magdeburg geboren, und im Alter von acht Jahren lief er mit dem Zirkus Althoff davon. Mehr lesen

Geschäftsidee

Online veröffentlicht am 6. Februar, 2010 von Alf Ator
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Eben fuhr ich mit der S-Bahn und es passierte: Ein junger Mensch betrat den Wagen und bot den Fahrgästen den „Straßenfeger“ an. Wem das nichts sagt: Es handelt sich um ein Magazin, das von allem Möglichen handelt und dessen Erlös zur Unterstützung von Obdachlosen verwendet wird, zum Beispiel für den Verkäufer. Letzterer Fakt beeinflusst wiederum ersteren, so dass ein Großteil der Artikel sich mit dem Schicksal von Obdachlosen befasst. Manchmal ganz interessant, manchmal auch nicht. Es sieht auch nicht sehr poppig-bunt aus, eher so blassmatt. Der geneigte Käufer will ja vor allem helfen und hat Verständnis, dass seine Spende nicht für teures Hochglanzpapier verschwendet wird. Mehr lesen

Durchs Netz gefallen?

Online veröffentlicht am 4. Februar, 2010 von Friederike Hagen
in der Rubrik Aktuell | Kommentieren

Die Altstadt verliert eine ihrer Attraktionen: Das Kletternetz, das in der Grünstraße eine Bebauungslücke zwischen den Grundstücken Nummer 5 und 9 überspannt, wird demnächst abgebaut. Der Grund dafür ist schnell ausgemacht: Der neue Eigentümer des Grundstücks Nummer 7 verlangt eine Nutzungsentschädigung, die das Bezirksamt nicht trägt. Mehr lesen

Ein letztes Prosit

Online veröffentlicht am 2. Februar, 2010 von Marcel Piethe
in der Rubrik Aktuell | Kommentieren

Rezeptfrei mit unbekannten Nebenwirkungen

Kurz gesagt: Die Familie Häring gibt auf. Das Bierbrauen in Friedrichshagen nun zumindest, womit anscheinend eine über 200-jährige Tradition des Ortes vorerst beendet sein dürfte. Und für viele nimmt das nicht wunder, wohl noch weniger nehmen es mit großem Bedauern zur Kenntnis. Was natürlich eine ganze Vielzahl von Fragen aufwirft.

Aber der Reihe nach. Was Insider bereits vermutet hatten, wurde in der vergangenen Woche seitens der Geschäftsführung der Berliner Bürgerbräu GmbH offiziell bestätigt: Mit der Radeberger Gruppe übernimmt ein Unternehmen des Oetker- Konzerns die Friedrichshagener Brauereirechte. Im Jargon der Bürgerbräugeschäftsführung heißt das: „Wir sind froh, mit der Radeberger Gruppe einen Partner gefunden zu haben.

Der vermeintlich potente Gemahl bei der Firmenhochzeit erhält in dieser Liaison die meisten Markenrechte. Auch sämtliche Braurezepte steckt die kleine Partnerin dem dominanten Bierriesen zur Vermählung in den Rachen. In Bayern wohl ein gewohntes Bild von Partnerschaft – so oder so. Mehr lesen

Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen

Online veröffentlicht am 26. Januar, 2010 von Sebastian Koepcke
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Helmut ‚Zigarette‘ Schmidt, hat einst diesen kernigen Satz geprägt. Er zählt heute, wie auch »Der Ball ist rund!«, »Bring mir mal ne Flasche Bier!« und »Opposition ist Mist!«, zum reichen Zitatenschatz des Landes der Dichter und Denker. Und natürlich ist man geneigt, dem Alten Recht zu geben, fallen doch jedem sofort drei Hände voll glühender Visionäre ein, die man zugunsten handfester, verlässlicher Pragmatiker gerne auf den Mond schießen würde. Nimmt man sich jedoch eine Zigarette lang Zeit, das Ganze in Ruhe zu bedenken, wird man sich alsbald fragen, ob es nicht doch die Visionäre sind, die den Mensch vom Affen unterscheiden und ihm den aufrechten Gang verleihen. Ihrer historischen Bestimmung folgend, hatten sie schon immer das Bestehende in Frage zu stellen und ihre Glücksverheißungen in lichter Zukunft zu verorten. Wurde es den Pragmatikern zu bunt, nagelten sie den Visionär kurzerhand ans Kreuz, ließ ihn in der Arena mit den Löwen um die Wette laufen oder stellten öffentlich seine Hitzebeständigkeit auf die Probe.

Bot sich den Visionären die Chance, ihre Vorstellungen zum Wohle aller auszuleben, war dies oftmals ebenso von Übel, denn um sich ihrem hehren Ziel zu nähern, verfuhren sie nicht selten auf die gleiche pragmatische Weise. Wie dem auch sei, der Fortschritt lässt sich nicht aufhalten. So ist die Mehrheit der Weltbevölkerung längst davon überzeugt, dass die Erde eine Kugel ist, welche sich um die Sonne dreht. Auch Visionen brauchen also ihre Zeit. Wer hätte gedacht, dass Menschen eines Tages zum Mond fliegen würden? Wer hätte damals darauf gewettet, dass wir den Mauerfall erleben würden? Wer hätte sich vorstellen können, dass Deutschland einen Hund zum neuen Supertalent wählt? Und ganz ehrlich, wer war vor drei Jahren wirklich sicher, dass er heute die 30. Ausgabe des Maulbeerblattes lesen könnte? In diesem guten Sinne bleiben wir auch weiterhin visionäre Pragmatiker und pragmatische Visionäre!

Ich zeige Ihnen Blumen …

Online veröffentlicht am 21. Januar, 2010 von Maulbeermann
in der Rubrik Sehenswertes | 2 Kommentare

Schon etwas älter aber dafür mit Lokalbezug und immer noch sehr gut:

Wilder Westen 3.Teil

Online veröffentlicht am 13. Januar, 2010 von Sebastian Koepcke
in der Rubrik Der Wilde Westen im Bild | Kommentieren

LAIKA – Ein Hund greift nach den Sternen

Online veröffentlicht am 7. Januar, 2010 von Maulbeermann
in der Rubrik Maulbeertipp | Kommentieren

laika

Noch bevor sich ein Mensch in die Weiten des Weltalls wagte, wurde die russische Hündin Laika am 31. Oktober 1957 als erstes Erdenwesen dorthin geschickt. Für die Raumfahrt war dies ein großer Erfolg. Eine Rückkehr des Tieres war leider nicht eingeplant.

Mit ihrer Ausstellung »Laika – Ein Hund greift nach den Sternen« zeigen Volker Weinhold und Sebastian Köpcke die wahre Geschichte des kleinen Weltraumhundes. Die Sensation ist perfekt – Laika lebt!
Obwohl es degutant ist auf dieser Website auf Aktivitäten des Forum Köpenick zu verweisen, zwingen uns Schauwert und Spaßfaktor dieser ungewöhnlichen Ausstellung dazu. In 24 mannshohen, handgemalten Bildern erzählen die Künstler das Weltraumabenteuer bis zu seinem Happy-End. Zudem kann man die ausführliche Geschichte in der Ausstellung auch als farbenfrohes 24-seitiges Comic-Heft – gratis – mitnehmen!

Bis 16. Januar im Forum Köpenick am S-Bahnhof Köpenick:
Montag bis Samstag 10 – 20 Uhr

Lichtfänger

Online veröffentlicht am 5. Januar, 2010 von Maulbeermann
in der Rubrik Galerie | Kommentieren

Fotografie: Luise Rausch; Lichtfänger; www.luise-rausch.com

Make-Up & Model: Mimi la Muerte, Bastian Russ

Das wirklich wahre Horoskop 2010

Online veröffentlicht am 2. Januar, 2010 von Charles Henri
in der Rubrik Horoskop | 1 Kommentar

So wird das kommende Jahr

widderWidder
Ende gut, Alles gut!“ sollten sich die Vertreter der Widder als Mottosatz für 2010 hinter beide Hörner schreiben. Ein wahrhaft prächtiges Auf und Ab wird das kommende Jahr bringen. Mit tiefen Abstürzen und viel Abwechslung, mit Auftrieb und neuen Aufgaben. Was zählt ist Durchhaltevermögen und Jupiters Zutun: zum Winter hin glätten sich auch die größten Wogen.

waageWaage
Ausgewogenheit, Hochs und Tiefs – stets die gleichen Wortspiele und Witze, stereotyper und ausgelatschter kann ein Jahreshoroskop nicht daher kommen. Was soll es: Sie sind 2010 einfach nicht ihres Glückes Schmied. Saturn und Uranus spielen in Sachen Liebe übel mit und auch Kraftspender Jupiter verführt eher zum Leichtsinn. Einzige erfrischende Wahrheit: Schwimmen tut gut, versuchen Sie’s!

steinbockSteinbock
Durchbeißen ist 2010 angesagt! Beruflich und im Privaten bietet das kommende Jahr vielseitige Perspektiven und Herausforderungen. Arbeiten Sie aber auch an sich, denn an Ihren Stärken kann noch einiges gefeilt werden. Zum Jahresende ernten Sie dann die gesäten Früchte. Nutzen Sie die erste Hälfte des Jahres für grundlegende Überlegungen und Pläne – ab Oktober gibt es dann kein Halten mehr. Mehr lesen

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